Kreisbauernschaft sieht Natur und Landwirtschaft bedroht

Kreis Mettmann.  Die Kreisbauernschaft und die Vertreter der BUND- Kreisgruppe sehen die Planungen der Bezirksregierung Düsseldorf für die nächsten 15 Jahre als bedrohlich an. Dabei geht es vor allem um den vorgesehenen Verbrauch an landwirtschaftlicher Fläche.

In der Planung des Regierungsbezirkes, so BUND und Kreisbauernschaft, seien sind für die nächsten 15 Jahre für den Kreis Mettmann 300 Hektar Wohnbaufläche vorgesehen. Diese Fläche bei einer Abnahme der Kreisbevölkerung um 30 000 Einwohner sei, so die Kreisbauernschaft, ein regelrechter „Flächenhunger“. „Diesem Flächenhunger setzt der Kreis Mettmann und die IHK in einem gemeinsamen Gewerbeflächengutachten noch eine Flächenforderung von 420 Hektar drauf“, kritisieren BUND und Kreisbauerschaft in einer gemeinsamen Erklärung. Dazu kämen noch über 500 Hektar Fläche für Infrastrukturmaßnahmen und Sportflächenbau.

Außerdem werde voraussichtlich ein zusätzlicher Flächenbedarf von 200 Hektar für den Bau der A 44 benötigt. Die überplanten Flächen, so heißt es in der Erklärung, werden zum größten Teil auf landwirtschaftlich genutztem Gebiet liegen. Der Druck auf die landschaftlichen Flächen sei schon jetzt immens hoch und werde durch die Regionalplanung noch sehr viel höher.

Die Politik, so BUND und Kreisbauernschaft in ihrer Erklärung, solle sich gut überlegen, ob man auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen verzichten könne, nur um in den nächsten 15 Jahren Logistikbetriebe und Autohäuser billig anzusiedeln.

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