„Kaffee Kult“ im alten Güterschuppen

Foto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool
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Rösterei wird aus Velbert hierher verlagert. Manufaktur und Außengastronomie am Panoramaradweg sollen 2013 eröffnen.

Heiligenhaus.. Kaffee in historischem (Güter-)bahnhofsambiente können Heiligenhauser demnächst in ihrer eigenen Stadt genießen: Das Ehepaar Liebergall, bekannt als Inhaber des Café Kaiser in Velbert, verlagert seine Kaffeerösterei „Kaffee Kult“ aus der Nachbarstadt in den alten Lagerschuppen an der Westfalenstraße. Die Immobilie haben die Liebergalls eigens zu diesem Zweck von der Stadt Heiligenhaus erworben.

„Wir haben hier einfach keinen Platz mehr“, erklärt Uwe Liebergall den Umzug. Derzeit müsse er seine Ware bei einem Großhändler in Neviges lagern. Dieser Umstand entfällt mit dem neuen Standort.

Diesen Sommer wird es allerdings nichts mehr mit einem Zwischenstopp am Panoramaradweg. Zwar sehen die Pläne von Alexandra und Uwe Liebergall unter anderem eine großzügige Außengastronomie vor. Mit Blick auf die ehemalige Bahntrasse sollen Radler wie unbereifte Passanten im „Kult Kaffee“ bald bei Kaffee und Kuchen Kraft für den nächsten Teil ihres Ausflugs tanken können. Neben Heißem und Süßem sollen auch Kaltgetränke und einige herzhafte Speisen angeboten werden. Bis es soweit ist, müssen die Heiligenhauser sich allerdings noch ein wenig gedulden: Die Sanierung des zurzeit noch baufälligen Gebäudes wird sich bis Ende 2012 hinziehen. „Das ist eine Maßnahme im Umfang eines Neubaus“, erklärt Liebergall. Er hofft auf eine Eröffnung Anfang 2013 – sofern die Mühlen der Bürokratie nicht zu langsam mahlen.

Lehrgänge, Seminare und Verköstigungen

In einem zweiten Schritt zielt der Kaffee-Sommelier nicht nur auf den Gaumen seiner Kunden, sondern auch auf ihren Kopf: mit der Eröffnung einer Kaffee-Akademie. Private Kaffeegenießer sollen hier ebenso wie berufliche Sommeliers ihr Wissen rund um die besonderen Bohnen in Lehrgängen, Seminaren und Verkostungen vertiefen können.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann den frisch gerösteten Kaffee nicht nur vor Ort aus Tasse oder Kännchen genießen, sondern ihn auch abgepackt kaufen und mit nach Hause nehmen. 50 Sorten aus aller Welt hat das „Kult Kaffee“ im Angebot; zum Beispiel aus Costa Rica, Nicaragua oder Guatemala, aus Kolumbien und Ruanda. Auf der Suche nach immer neuen und interessanten Sorten reist Inhaber Uwe Liebergall alljährlich in ferne Länder: Der Kaffee-Sommelier lässt es sich nicht nehmen, persönlich vor Ort einzukaufen.

Vielleicht können Kunden bei ihm in Zukunft auch einen Schluck Heiligenhauser Aromas genießen: Die Stadt Velbert ehrte er bereits mit einer eigenen Kaffeesorte, der Schlotschmet-Röstung. Auch Heiligenhaus könnte demnächst degustiert werden, deutet er an: „Wir haben viele Ideen. Lassen Sie sich überraschen.“

 

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