Ich bin Till und mach’, was ich will

„Fünf lustige Streiche“ nach Till Eulenspiegel führten die Grundschulen in der Kant-Aula auf. Foto: Uwe Möller
„Fünf lustige Streiche“ nach Till Eulenspiegel führten die Grundschulen in der Kant-Aula auf. Foto: Uwe Möller
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Ruhr.2010 hat nicht nur etwas mit Kultur zu tun. Es geht nicht nur darum, ein Event nach dem anderen zu veranstalten. Ruhr.2010 erzeugt auch Gemeinsamkeit. In vollständiger Harmonie konnte ein solches Zusammenwirken während der Local Hero-Woche in der Kant-Aula erlebt werden – nämlich das der fünf Heiligenhaus Grundschulen.

„Zum ersten Mal“, das betonen die fünf Schulleiterinnen, „haben alle fünf Schulen an einem Projekt gearbeitet“. Das Ergebnis: „Till Eulenspiegel schaut durch’s Schlüsselloch“. Fünf Possen des Narrs, jede Schule eine, führten die Kinder auf. Von der ersten bis zur vierten Klasse wirkten sie mit und hielten den Zuschauern Tills Spiegel vor.

Projekt aller fünf Grundschulen vor Ort

„Wir sind nicht so schlau, wie wir denken“ zeigt die Posse, in der Eulenspiegel Professoren mit einem Esel reinlegt, den er vermeintlich das Lesen lehrt. „Schadenfreude ist verletzend“, lautet die Botschaft der Geschichte, in der der Schelm die linken Schuhe der Neugierigen in die Saale fallen lässt. An des Kaisers neue Kleider erinnert die Episode mit der leeren Leinwand, in dem jeder, der immer ehrlich ist, den Bürgermeister sieht. „Wir wollen nicht wahr haben, dass wir nicht immer ehrlich sind“, resümieren die Schüler.

Zauberhaft und emsig agierten die jüngsten Pennäler, oftmals mit der perfekten schauspielerischen Überzeugung. Geradezu professionell bei kleinen organisatorischen Problemchen auf der Bühne und nicht aus der Ruhe zu bringen, führten sie mit Inbrunst Eulenspiegels Geschichten auf.

120 Kinder beteiligt

120 Grundschüler waren an dem Theaterstück beteiligt. Darunter auch der Schulstraßen-Schulchor. Nach jedem Streich sangen die 16 Kinder „Ich bin Till, Till, Till und ich mach’, was ich will, will, will“ – einfach gut! Ein Lied lockert oft auf, ein Ohrwurm erst recht. Und am Ende der einstündigen Aufführung sang sogar das Publikum mit.

Textlich gab es auch eine Wiederholung, die so wahr wie einprägsam ist: „Ich bin Till Eulenspiegel. Ich bin ein Narr. Ich bringe die Menschen zum Lachen.“ Richtig so!

 
 

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