Historisches Flair

Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Mitte Juli ist die Eröffnung des Panoramaradwegs Heiligenhaus-Velbert-Wülfrath auf der alten Bahntrasse. Der Traum vieler Radler, von der Ruhr bis ins Bergische Land zu gelangen, wird damit Realität. Entlang dieser Trasse gibt es viele landschaftlich und städtebaulich reizvolle Haltepunkte. Einer davon soll einmal das Gelände des alten Güterbahnhofs in Heiligenhaus sein.

Dafür werden Mittel aus dem Konjunkturpaket II des Bundes verwendet: 330 000 Euro haben die Kommunalpolitiker für die Aufwertung des Geländes eingeplant – eine denkmalgerechte Rekonstruktion des Gebäudes sowie eine Herrichtung im Milieu eines historischen Bahnhofs.

Antrag der WAHL wurde abgelehnt

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat jetzt für die Vorplanung grünes Licht gegeben: mehrheitlich. Die Wahl Alternative Heiligenhauser Liste (WAHL) stimmte als einzige Fraktion dagegen. Sie war zuvor mit einem Antrag gescheitert, die Bundes-Mittel zur Gänze für die Beleuchtung des Panoramaradwegs zu verwenden.

„Die Umgestaltung des Geländes sollte ein privater Investor in die Hand nehmen. Und nicht, dass die Stadt es ihm schön macht“, argumentierte Lothar Nuthmann. Der Sicherheit auf dem Radweg sei Vorrang einzuräumen. Das sahen CDU, SPD und FDP allerdings anders.

Geplant ist nun, beispielsweise den Bahnsteig wieder herzustellen. Erhalten geblieben sind nur die Bahnsteigkante sowie die Reste des Aufenthaltsraumes, des Tunnelzugangs sowie des Gepäckaufzuges. Die Oberfläche des Bahnsteiges soll wieder mit Betonsteinplatten belegt werden. Aus Kostengründen wird beim östlichen Abschnitt nur die Bahnsteigkante verlängert und zur Betonung der linienartigen Form eine Ahornbaumreihe gepflanzt.

Ortsschild und Bahnhofsuhr

Eine Replik des einstigen Emaille-Ortsschildes „Heiligenhaus“ sowie die möglicherweise noch vorhandene Bahnhofsuhr sollen eine historische Atmosphäre schaffen. Im westlichen Teil ist noch ein Reststück des ursprünglichen Gleises (gut 13 Meter) vorhanden, auf dem der ebenfalls originale Prellbock – in aufgearbeitetem Zustand – die bahntechnischen Elemente ergänzen soll.

Gepäckaufzugsschacht und Tunnelzugang können nicht wieder aktiviert werden – sie führen in das alte Bahnhofsgebäude, das der Ditib-Gemeinde gehört. Beides unterliegt jedoch dem Denkmalschutz. Daher ist vorgesehen, die Schächte mit Stahlplatten abzudecken. Eine Hinweis tafel soll die Besucher dann über die Bedeutung der Tunnelanlage im Gesamtensemble aufklären.

Südlich des Panoramaradweges ist ein Platz geplant. Dazu werden die vorhandenen Bodenmieten auf dem Gleis, nördlich der Silos und nördlich der Stützwand, beseitigt und diese Fläche mit dem gleichen Plattenmaterial wie der Bahnsteig gepflastert. Auf dem freigelegten Gleis wird dadurch die Aufstellung von Eisenbahnwaggons ermöglicht, die z.B. für Gastronomie oder als Räumlichkeiten für eine Fahrradstation Verwendung finden können.

Trinkbrunnen für Radreisende

Auch die Platzfläche soll mit entsprechendem Mobiliar versehen werden, wie z.B. Fahrradständer und Sitzbänke. Es ist angedacht, im Bereich des Getreidespeichers einen Trinkbrunnen einzurichten, bei dem sich Radreisende mit Trinkwasser versorgen können.

Kosten von 260 000 Euro hat die Stadtverwaltung für diese Maßnahme errechnet, plus Kosten für Planungsleistungen. Ausstattungsgegenstände wie das Ortsschild, die Bahnhofsuhr, Sitzbänke oder auch den Trinkbrunnen sollen über Sponsoring finanziert werden. Aus den Restmitteln sollte eine Beleuchtung des Viaduktes an der Friedhofstraße und eine Beleuchtung der Brücke an der Kettwiger Straße vorgenommen werden. Auch im Bereich des ehemaligen Bahnhofs soll die bereits in Umsetzung befindliche Beleuchtung des Panoramaradweges erfolgen.Diese Maßnahme wird auch unter einem gesonderten Titel aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanziert.

 
 

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