Himmlers Mordbefehl

Ich war in einem Ghetto, in Mogilew“: Reuven Moskovitz behandelt das dunkle Kaptiel in nur einem Satz. Für Historiker ist die drittgrößte Stadt Weißrusslands bekannt als Schauplatz eines der frühen Kriegsverbrechen des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion: 1941 wurden dort jüdische Frauen, Männer und Kinder massenweise erschossen: Am 2. Oktober 1941 trieben Angehörige des Polizei-Regiments Mitte, SS-Männer und ukrainische Hilfspolizisten Juden im Ghetto zusammen.


Vor der Stadt wurden 2200 Menschen von Polizisten der 7. und 9. Kompanie, die ebenfalls verschleppten Kinder von ukrainischen Hilfswilligen getötet. In einer weiteren Mordaktion am 19. Oktober 1941 starben 3726 Juden; am 23. Oktober 279 Juden. An diesem Tag kam Heinrich Himmler nach Mogilew und forderte, nach neuen Vernichtungsmethoden zu suchen.

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