Heiligenhauser WAHL fordert mehr Flüchtlingsunterkünfte

Ist der Club eine geeignete Flüchtlingsunterkunft?
Ist der Club eine geeignete Flüchtlingsunterkunft?
Foto: FUNKE Foto Services
Nach Auffassung der Fraktion sollen leerstehende Gebäude genutzt werden und nicht bestehende Institutionen wie der Club oder das Steppkeshaus.

Zur kommenden Ratssitzung am Mittwoch, 25. Februar, beantragt die WAHL-Fraktion eine ausführliche Darstellung der Konzeption zur Unterbringung von Asylbewerbern in Heiligenhaus. „Im Speziellen soll die Verwaltung erläutern, in welchem Umfang und in welchen Gebäudebestandteilen die Einrichtungen Club und Steppkeshaus genutzt werden sollen und welche Räumlichkeiten als nächstes auf der Liste stehen, wenn Asylbewerber untergebracht werden müssen“, heißt es in dem Antrag.

Aufgrund der von der Verwaltung geplanten und zum Zeitpunkt der Ratssitzung eventuell auch schon durchgeführten Unterbringung von Asylbewerbern im Kindergarten Steppkeshaus und im Club – Zentrum für Freizeit und Kultur, deren Tagesgeschäft dadurch erheblich eingeschränkt werde, könne dies laut WAHL-Fraktion nicht bis zur nächsten Sitzung des Sozialausschuss oder des Immobilienausschuss warten. Die Verwaltung solle prüfen, die Asylbewerber in Räumlichkeiten unterzubringen, die nicht in laufender Nutzung stünden, da Gebäude leer stehen würden. Auch die Unterbringung in der Schule am Sportfeld soll geprüft werden.

„Es wird einmal mehr deutlich, dass die dauerhafte Lösung zur Unterbringung der Asylbewerber an der Ludgerusstraße von Anfang an nicht zu einer Lösung der Problemlage geeignet ist“, so Okon. „Die Kapazitäten zur Unterbringung sind schlichtweg zu gering. Neue zu erwartende Asylbewerber können dort gar nicht untergebracht werden. Dies war der Verwaltung von Anfang an bekannt.“ Die Unterbringung im Club sei nicht für eine dauerhafte Unterbringung geeignet, da keine Aufenthaltsräume und Kochmöglichkeiten gegeben seien, die Arbeit im Club würde erheblich eingeschränkt. „Der Club dient als Notunterkunft für Jugendliche, was in Zukunft nicht mehr möglich wäre. Die Unterbringung von Gästen aus den Partnerstädten oder anderer Gäste wären nicht mehr möglich. Die Verwaltung müsste diese kostspielig in Hotels unterbringen, oder diese Gäste können schlichtweg nicht mehr nach Heiligenhaus kommen“, findet die WAHL.

Der Gästebereich werde außerdem auch von zahlreichen Künstlern in Anspruch genommen, die im Club auftreten. Dies ermöglicht es auch mit kleineren Gagen Künstler zu bekommen und die Kosten der Veranstaltungen so zu reduzieren.

Auch sei zu erwarten, dass die Arbeit im Steppkeshaus in nicht unerheblichem Umfang beeinträchtigt würde, wenn bestehende Räumlichkeiten nicht mehr genutzt werden könnten: „Da auch die Unterbringung von Asylbewerbern im Club und im Steppkeshaus in Zukunft nicht ausreichen wird und die Unterbringung in Wohnungen im Stadtgebiet wohl an ihre Grenzen stößt, ergibt sich aus Sicht der WAHL die Notwendigkeit der Prüfung einer größeren Lösung. Dies hat die Verwaltung, wie in der Vergangenheit von uns bemängelt, bisher nicht getan.“

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