Heiligenhauser Spenden in Rumänien angekommen

Die Kinder in Rumänien freuen sich über die gespendeten Tornister – und alle weiteren Spenden. Denn hier werden sie dringend benötigt.
Die Kinder in Rumänien freuen sich über die gespendeten Tornister – und alle weiteren Spenden. Denn hier werden sie dringend benötigt.
Foto: Petra Schmitz
Für den Verein Vergessene Kinder sind wieder einige Heiligenhauser nach Rumänien gereist, um vor Ort die Spenden persönlich abzugeben.

Heiligenhaus/Medias..  Viele, viele Spenden aus Heiligenhaus und Umgebung im Gepäck haben sich Mitglieder des Vereins Vergessene Kinder Mitte Juli auf den Weg nach Rumänien gemacht. Dieses Mal wurden die Vorsitzende Petra Ullrich und Petra Schmitz tatkräftig unterstützt von den 18-jährigen Martin Solga und Emre Erkol.wieder vor Ort in Medias/Rumänien. Die jungen Männer waren für die Frauen eine riesige Hilfe bei der Verteilung der Hilfsgüter, berichten sie.

In den drei Wochen vor dem Besuch hatten sich zwei LKW mit Hilfsgütern auf den Weg nach Medias in Siebenbürgen gemacht, die große Sammelhalle des Vereins war erstmals komplett leer. Vor Ort stellten die Helfer erfreut fest: „Alle Hilfsprojekte des Vereines waren und sind ein Erfolg“, berichtet Petra Schmitz.

Kinder erhalten Mittagessen

Das neueste Projekt „After School Needs“, in dem Grundschulkinder aus sehr armen Familien nach der Schule mit einem warmen Mittagessen versorgt werden und Hausaufgabenbetreuung erhalten, fördert der Verein seit gut zwei Jahren. In den Räumen, die der Verein angemietet hat, können die Kinder auch spielen und basteln. Ein Wunsch und Traum wäre es für Petra Ullrich, ein eigenes Haus dort zu kaufen, um mehr Kinder in dieses Hilfsprojekt mit aufnehmen zu können. Auf eine fröhliche Kinderschar sind die Vereinshelfer dann dort gestoßen, 17 haben sie auf einen Ausflug nach Sighișoara – Schäßburg, die Stadt in der Graf Dracula geboren sein soll – eingeladen, dessen historisches Zentrum zum Weltkulturerbe zählt.

Bei anderen vom Verein betreuten Familien ist die Not nach wie vor groß. „Die verteilten Lebensmittel und die Kleidung können die Situation nur ein wenig lindern. Die Schulranzenaktion vom Juni war ein voller Erfolg“, freut sich Ullrich. Von überall her wurden gut erhaltene Schultornister gebracht und geschickt. Jetzt konnten sie an viele glückliche Kinder verteilt werden.

„Hilfe vor Ort“ ist der Leitspruch von Petra Ullrich, damit konnte sie mit ihrem Verein seit fast zwei Jahrzehnten erreichen, „dass zahlreiche Menschen nicht als Wirtschaftsflüchtlinge in andere Länder, besonders nach Deutschland, fliehen, sondern in ihrer Heimat Rumänien bleiben können.“

Bedanken, auch im Namen der rumänischen Familie, möchte sich Petra Ullrich bei allen, die ihr durch Sachspenden, finanziell oder logistisch helfen: „Nicht nur aus Heiligenhaus unterstützen Menschen den Verein. da sie erleben können, dass alles Gespendete zu 100 Prozent ankommt.“

Noch kaum wieder zurück plant der Verein Vergessene Kinder schon wieder die nächste Reise. „Wenn wir im Winter fahren, haben wir jedes Jahr erleben müssen, das manche Kinder gar keine oder nur löchrige Schuhe haben“, berichtet die Vereinsvorsitzende Petra Ullrich. „Vor dem Winter muss hier dringend Abhilfe erfolgen“, bittet Ullrich dringend um Spenden von Schuhen in allen Größen, denn auch die Erwachsenen haben es in dieser Hinsicht nicht besser.

Der nächste Besuch vor Ort ist für Ende November geplant. Zuvor werden aber noch einige LKW mit Hilfsgütern losgeschickt, wenn genügend Sach- und Geldspenden für die Transporte vorhanden sind. Wer genau erfahren will, wo die gespendeten Sachen an wen gegeben werden und welch logistischer Aufwand rein ehrenamtlich erforderlich ist, kann dies auf der Homepage vergessene-kinder.de sowie auf Facebook verfolgen.

EURE FAVORITEN