Heiligenhauser Schüler gewinnen Internetpreis

Ianos Tzouvaras hat den Preis „My Digital World“ gemeinsam mit zwei anderen Schülern gewonnen.
Ianos Tzouvaras hat den Preis „My Digital World“ gemeinsam mit zwei anderen Schülern gewonnen.
Foto: FUNKE Foto Services
Drei junge Heiligenhauser gewannen beim bundesweiten Jugendwettbewerb „myDigitalWorld“ den zweiten Preis für ihr soziales Engagement im Internet.

Heiligenhaus..  Begonnen hat eigentlich alles mit der gescheiterten Jugendratswahl 2010. Zu wenig Kandidaten, zu wenig Interesse. Eine Idee musste her, um den Jugendrat wieder attraktiver zu machen. Ianos Tzouvaras, Rebecca Ritterbach und Elisa Schnurr entwickelten ein Internetprojekt, mit dem das Interesse der Heiligenhauser Jugend neu geweckt und viele Ideen für die Stadt gesammelt werden sollen.

Gemeinsam haben die Schüler den Publikumspreis und den zweiten Preis in der Kategorie „Sozial engagieren“ beim Wettbewerb „myDigitalWorld“ gewonnen. Verliehen von der Initiative „Deutschland sicher im Netz“, existiert der Jugendwettbewerb seit Oktober 2014 und soll Jugendliche dazu anregen, sich so früh wie möglich mit Chancen und Risiken des Internets befassen.

Das Gewinnerprojekt der Heiligenhauser umfasst insgesamt drei Internetseiten, die sich gegenseitig stützen. Auf der neu entwickelten Seite des Jugendrates Heiligenhaus kann online gewählt werden. Alle für die Wahl Berechtigten haben per Post einen Zugangscode erhalten. „So erreichen wir nicht nur diejenigen Jugendlichen, die eine weiterführende Schule in Heiligenhaus besuchen“, erzählt Ianos Tzouvaras.

Damit der Jugendrat und das Rathaus überhaupt erfahren können, was die Jugendlichen in ihrer Stadt ändern wollen, ist das Forum „HPart“ von den drei Schülern ins Leben gerufen worden. Hier können Anregungen zu neuen Projekten veröffentlicht, kommentiert und bewertet werden. Sieben Moderatoren verwalten die Seite und geben die Ergebnisse an den Jugendrat weiter. „Wir möchten, dass jeder die Chance bekommt, in der Politik mitzuwirken“, erklärt Ianos.

Mehr Sicherheit im Netz

Doch in der Anfangsphase des Forums wurde schnell klar, dass sich vor allem Kinder auf der Seite aufhalten und sie nicht richtig zu bedienen wissen. „Das ist ja nicht der Sinn von ‘HPart’ und außerdem auch nicht ganz ungefährlich“, sagt der 18-Jährige, der nach seinem Fachabitur gerne Wirtschaftspsychologie studieren würde. „Eltern sollten wissen, was ihre Kinder im Internet machen und wie sie sie vor Gefahren schützen können.“

Die Idee für die Infoseite Safety Click, die im Moment noch in der Entwicklungsphase steckt, ist geboren. Ianos möchte Eltern zeigen, wie sie selber zuhause am Computer Einstelllungen vornehmen können, um ihre Kinder vor gefährlichen Seiten im World Wide Web zu schützen.

Mit dem Publikumspreis erhalten die drei Schüler Google als Patenfirma: Sie können sich entscheiden, ob sie lieber ins Marketing oder in die Entwicklung schnuppern möchten. Der zweite Preis in der Kategorie „Sozial Engagieren“ bringt die Schüler mit der Firma Ericsson zusammen. In der Abteilung für Forschung und Entwicklung von Ericsson Eurolab in Herzogenrath erhalten sie Beratungen und können Gespräche mit Experten führen.

Und wie soll es weitergehen? „Die Seiten werden weiterlaufen“, da ist sich Ianos sicher. „Verwaltet werden können sie vom Jugendrat, für die Entwicklung haben wir Experten gefragt.“ Und doch können sich die Heiligenhauser selber auf die Schulter klopfen: Ohne ihr Projekt würde es den neuen Jugendrat wohl nicht geben.

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