Heiligenhauser Musikschüler brillieren bei Jugend musiziert

Die Cello-Lehrerin Marion Matthes ist stolz auf ihre beiden Schüler Elias Mitropoulos und Adea Dedinca. Sie hofft, dass  die beiden auch im nächsten Jahr wieder an „Jugend musiziert“ teilnehmen werden.Foto:Heinz-Werner Rieck / WAZ FotoPool
Die Cello-Lehrerin Marion Matthes ist stolz auf ihre beiden Schüler Elias Mitropoulos und Adea Dedinca. Sie hofft, dass die beiden auch im nächsten Jahr wieder an „Jugend musiziert“ teilnehmen werden.Foto:Heinz-Werner Rieck / WAZ FotoPool
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Elias Mitropoulos und Adea Dedinca belegen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ den ersten Platz. Beide sind Schüler der Heiligenhauser Musikschule.

Heiligenhaus.  Hochkonzentriert schaut der zehnjährige Elias Mitropoulos auf sein Notenblatt. Als er den ersten Ton mit seinem Cello spielt, können ihn weder ein Geräusch noch die erwartungsvollen Augen des Publikums aus der Fassung bringen.

Kein Wunder, dass er und die gleichaltrige Adea Dedinca von der Musikschule den ersten Preis beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ erreichten. Zusammen mit jeweils einem Partner aus Düsseldorf konnten die beiden Duo-Ensembles mit drei verschiedenen Liedern die kritischen Juroren von sich überzeugen.

Die Titel deckten die Stilepochen Romantik, Barock und die Moderne ab. Dabei mussten sie schnelle, aber auch langsame Sätze spielen. So kamen Ausdruck und Technik der Kinder zur Geltung. Beide suchten sich unter anderem Titel vom Cellisten Gabriel Koeppen aus. „Der Musiker ist immer sehr beliebt bei den Kleinen, da seine Kompositionen Spaß machen zu lernen“, bemerkt Marion Matthes, die Lehrerin der Nachwuchsmusiker.

Für eine solche Leistung braucht man natürlich eines: Talent. Doch eine Portion Ehrgeiz und Ausdauer darf den Musikinteressierten auch nicht fehlen. „Die Kinder übten ein halbes Jahr lang täglich 45 bis 60 Minuten. Sowohl im Einzelunterricht, den Ensembles oder im Kinderorchester, als auch zu Hause mit ihren Eltern“, erzählt Marion Matthes stolz. Sie begleitete die Kleinen auf ihrem Weg bis zum Wettbewerb.

Es ist wichtig, dass Kinder, Lehrer und Eltern alle an einem Strang ziehen. Elias lernt nun schon seit drei Jahren, sein Cello zu spielen; bei Adea sind es mittlerweile 2,5 Jahre. Am Wettbewerbstag waren die beiden dann schon „etwas aufgeregt“, geben sie zu. Allerdings sind sie stolz, dass sich ihr fleißiges Üben ausgezahlt hat. Beim regionalen Preisträgerkonzert dürfen die beiden Nachwuchsmusiker dann ihre Urkunden entgegennehmen, so dass ihnen immer eine Erinnerung an diesen ganz besonderen Tag in ihrem Leben haben.

Zum 51. Mal förderte das Projekt „Jugend musiziert“ Nachwuchsmusiker in ganz Deutschland. Wer im Regionalwettbewerb einen ersten Preis erhält, wird zur nächst höheren Wettbewerbsebene weiter geleitet. Die ersten Preisträger der Landeswettbewerbe nehmen dann am Bundeswettbewerb teil.

Für die Bundesebene waren die beiden Heiligenhauser Erstplazierten leider noch zu jung. Allerdings werden die Cellisten auch für den nächsten Wettbewerb fleißig üben, um dann vielleicht gegen Musikinteressierte aus ganz Deutschland anzuspielen.

 
 

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