Heiligenhauser kreiert Schmuck in Form von Glückshormonen

Glückshormone in Schmuckform stellt Christian Schnick aus der Oberilp her. DieGeschäftsidee entstand erst vor einigen Monaten
Glückshormone in Schmuckform stellt Christian Schnick aus der Oberilp her. DieGeschäftsidee entstand erst vor einigen Monaten
Foto: WAZ FotoPool
Der Heiligenhauser Christian Schnick hat eine ungewöhnliche Schmuckkollektion entworfen. Die Anhänger zeigen die chemische Strukturformel von Glückshormonen.

Heiligenhaus..  Schokolade macht glücklich. Das weiß man, denn sie enthält das Glückshormon Serotonin. Und eine Achterbahnfahrt ebenso, denn das gibt Adrenalin. Und weil Glückshormone uns eben besonders glücklich machen, hat sie der Heiligenhauser Christian Schnick als Schmuckstücke entworfen.

„Schatz, lass uns doch mal Glückshormone designen!“ So oder so ähnlich hat alles angefangen vor gut vier Monaten, als der Heiligenhauser Christian Schnick mit dem Designen von Halsschmuck begann. Gemeinsam mit seiner Freundin saß der 23-Jährige zusammen: „Meine Freundin studiert Psychologie und gemeinsam kamen wir irgendwie auf die Idee, die chemische Strukturformel der Glückshormone Serotonin, Adrenalin und Dopamin als Kettenanhänger zu entwerfen“, beschreibt Christian Schnick.

Serotonin ist durch sein Vorkommen in Schokolade ober Obst wohl jedermann bekannt. Das Hormon Dopamin soll leistungssteigernd sein, wirkt vor allem auf das Belohnungszentrum im Gehirn und wird zum Beispiel beim Sport ausgeschüttet. Adrenalin sorgt für höhere Leistungsfähigkeit, da es den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöht.

Momentan studiert der Oberilper im dritten Semester Wirtschaftsingenieurwesen, seine berufliche Zukunft sieht er in der Elektrotechnik. Oder doch als Schmuckdesigner? „Wir freuen uns momentan über das erste positive Feedback. Wirklich aktiv sind wir erst wenige Wochen. Momentan sehen wir das eher als Zubrot für unser Studium an“, sagt der Student. 38 Euro kostet eine Kette, inklusive Versand, zu erwerben gibt es den Schmuck zunächst nur über das Internet unter dem Firmennamen Nullgrat. „Wir haben eine Seite bei Facebook und seit dieser Woche auch einen dawanda-Shop“, erzählt Christian Schnick. Dawanda ist eine Plattform für selbst hergestellte Waren, dort kann jeder seine Produkte online vertreiben. „Aber wir wollen versuchen, den Schmuck vielleicht hier in Heiligenhaus zu verkaufen oder auch auf Messen.“

Das Kreieren des Schmucks, sagt der Heiligenhauser, sei für ihn gar nicht so schwer gewesen. „Ich hab mich hingesetzt und eigentlich relativ schnell die Symbole gezeichnet“, erinnert er sich. Nur für die Herstellung braucht er Hilfe. Aus Edelmetall ist der Schmuck, deswegen musste Schnick einen Partner suchen, der diese sehr feine Struktur lasern konnte. „Ich habe einen Partner in Marsberg gefunden. Nachdem wir einiges hin und her getestet haben, sind wir dann zu einem guten Ergebnis gekommen.“ Stolz ist er jetzt auf das Endprodukt. Leicht liegt es in der Hand und hängt trotz Größe locker um den Hals. Flach und glatt fühlt es sich auch gut an. Und vor allem ist es definitiv etwas Einzigartiges. „Ich habe noch nirgendwo Ketten in Form von Glückshormonen gesehen“, lacht Christian Schnick. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit erhofft sich der junge Schmuckdesigner vielleicht auch das ein oder andere Geschäft. „Es ist definitiv etwas Außergewöhnliches“, meint er und schmunzelt.

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