Heiligenhauser danken den Aufräumhelfern für ihre Arbeit

Mit mehr als zwei Händen können die Helfer nicht arbeiten und den Panoramaradweg von Ästen befreien, finden Alfred Salmon (links) und Hans Meier vom Bürgerverein Unterilp.
Mit mehr als zwei Händen können die Helfer nicht arbeiten und den Panoramaradweg von Ästen befreien, finden Alfred Salmon (links) und Hans Meier vom Bürgerverein Unterilp.
Foto: WAZ FotoPool
Noch immer sind in Heiligenhaus die Überbleibsel vom Sturmtief Ela zu sehen. Alfred Salmon vom Bürgerverein Unterilp hält die Kritik des ADFC Niederberg an den schleppenden Aufräumarbeiten vor allem auf dem Panoramaradweg für überzogen. Die Helfer arbeiteten am Limit, außerdem könne jeder anpacken.

Heiligenhaus..  Alfred Salmon ist ein Mensch, der ohne zu zögern den Finger in die Wunde legt. Das ist auch diesmal der Fall, allerdings will der Vorsitzende des Bürgervereins Isenbügel damit etwas anderes erreichen. Salmon missfiel gelinde gesagt eine Stellungnahme des ADFC Niederberg vergangenen Woche in der WAZ, in dem seinem Empfinden nach die Frage suggeriert wird, ob die Aufräumarbeiten der Sturmschäden am Panoramaradweg absichtlich schleppend verliefen.

„Ich habe mich geärgert über die Stellungnahme und kann nur den Kopf schütteln“, sagt er und nimmt das Schreiben zum Anlass, die WAZ-Serie „Die gute Nachricht“ zu bereichern: „Man muss diesen Leuten, die hier alles aufräumen und sich teilweise in Gefahr begeben, auch mal dankbar sein.“ Bei einem kleinen Rundgang durch die Unterilp zeigen Salmon und sein Bürgervereinskollege Hans Meier Stellen, wo die Technischen Betriebe und das THW schon aktiv waren und wo es sicherlich auch noch etwas zu tun gibt. Für diese Helfer gelte wohl das gleiche wie für die Feuerwehr, die bereits zu diesem Zeitpunkt so viele Einsätze hatte wie im gesamten Jahr 2013. „Diese Leute können nicht mehr, sie sind am Limit“, hat Salmon Verständnis dafür, dass die Aufräumarbeiten eine längere Zeit in Anspruch nehmen, „man muss ja auch mal Geduld haben.“

So wurde der Baumbestand an der alten Unterilper Grundschule und am Bürgerraum auch erst Mitte vergangener Woche von abgeknickten Ästen und absturzbedrohten Kronen befreit. „Das haben die sogar im Starkregen gemacht“, lobt Hans Meier die Helfer, auf die man auch angesichts der vielen Einsatzorte Rücksicht nehmen müsse. Der Weg runter zum Panoramaradweg ist jedenfalls auch wieder frei begehbar.

Gefahr für die Kinder

Sorgen machen nur die Steilhänge, an denen neulich ineinander verkeilte Bäume freigesprengt wurden. Hier steht eine dicke Wurzel mit zwei Metern Durchmesser im 90-Grad-Winkel ab. „Die Kinder spielen hier schon drauf rum“, sagt Anwohner Peter Kuck und wünscht sich eine Absperrung, denn: „Wenn es glitschig ist, rutschen die Kleinen doch darunter.“

Anstatt zu meckern sollte lieber jeder sein Scherflein zum Gemeinwohl beitragen, was ihm gestattet und versicherungstechnisch möglich ist, findet Alfred Salmon. „In vielen Ortsteilen helfen die Bürger mit. Der ADFC ist doch ein großer Club, der könnte doch auch mal so eine Gruppe zusammenstellen und helfen. Wenn jeder mitmacht, braucht man nicht so einen Quatsch zu schreiben“, sagt Salmon und findet’s schade, dass „sich jemand hinter dem Vereinsnamen versteckt. Oder sind etwa alle Mitglieder des ADFC dieser Ansicht?“

 
 

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