Heiligenhaus beteiligt sich an der Aktion Stadtradeln 2016

Yvonne Szabo
Michael Krahl (links) und Andreas Piorek hoffen, dass möglichst viele Heiligenhauser beim Stadtradeln mitmachen.
Michael Krahl (links) und Andreas Piorek hoffen, dass möglichst viele Heiligenhauser beim Stadtradeln mitmachen.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Die Stadt Heiligenhaus nimmt an der Aktion „Stadtradeln 2016“ teil. Bürger sollen an 21 Tagen möglichst viele Kilometer mit dem Drahtesel zurücklegen – zum Klimaschutz.

Heiligenhaus schwingt sich aufs Rad: Die Kommune beteiligt sich wieder an der europaweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“. Michael Krahl vom Fachbereich Technik der Stadt und Andreas Piorek vom ADFC werben dafür, dass möglichst viele Bürger mitradeln. Für den Klimaschutz soll möglichst viel CO2 eingespart werden.

Die Aktion läuft vom 1. bis 21. Mai. Ziel ist es, in diesem Zeitraum möglichst viele Kilometer mit dem Drahtesel zurückzulegen, der darf auch elektrisch verstärkt sein. „Jeder, der in Heiligenhaus wohnt, hier arbeitet oder Mitglied in einem Verein ist, kann für die Stadt mitradeln“, sagt Michael Krahl. Es können Teams gebildet werden, in denen die einzelnen Mitglieder untereinander um die meisten Kilometer wetteifern und sich auch mit den anderen Teams messen. „Dass weckt den Ehrgeiz, noch mehr Kilometer zu machen“, sagt Andreas Piorek. Auch die Städte treten gegeneinander an. Im vergangen Jahr konnte Heiligenhaus bei 83 Teilnehmern 21 155 geradelte Kilometer melden. Beim Verhältnis Kilometer pro Radler landete die Stadt im Kreisvergleich auf dem zweiten Platz, trotz ihrer Lage im hügligen Niederbergischen.

Wettbewerb

Ab dem 1. Mai zählt dann jeder Kilometer, gleich ob er auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, ob er in Heiligenhaus oder woanders zurückgelegt wurde. Die Wegstrecke muss dann auf der Internetseite eingetragen werden.

Wer es extrem möchte, kann Stadradler-Star werden und für die 21 Aktionstage komplett aufs Rad umsteigen. „Er muss dann aber vollkommen aufs Auto verzichten und darf auch nicht als Beifahrer einsteigen“, sagt Krahl. Ganz so arg müssen es die Kommunalpolitiker nicht treiben, die sich an der Aktion beteiligen – im letzten Jahr waren es zehn. „Sind sind zum einen Vorbild, erfahren aber buchstäblich auch die Schwächen des Radnetzes in der Stadt“, sagt Piorek.

Schwächen im Verkehrsnetz sollen auch die übrigen Radler melden. Dafür wurde eine eigene Seite angelegt, auf der Probleme mit langsamen Ampelschaltungen oder dicken Schlaglöchern auf dem Radweg gemeldet werden können. „Ich schaue regelmäßig auf die Seite und versuche dann, den Missstand möglichst schnell abzustellen“, versprich Michael Krahl.

Der ADFC will für die Aktionswochen eigene Touren anbieten. „So können wir jede Menge Kilometer machen“, sagt Piorek. Wenn die Arbeit getan ist, also am 21. Mai, soll auch gefeiert werden. Dann planen die Heiligenhauser eine Tour – natürlich auf dem Rad – zum Mülheimer Ringlokschuppen. Dort startet an diesem Tag das Ruhrgebiet mit der Stadtradel-Aktion.