Hauptstraße macht Forschritte

Yvonne Szabo
Mit Glühwein stießen Händler und Anwohner auf die neue
Mit Glühwein stießen Händler und Anwohner auf die neue
Foto: WAZ FotoPool
Ab Wülfrather/Bahnhofstraße bis Jahnstraße wieder für den Verkehr freigegeben. „Baumaßnahme am Herzen der Stadt“. Breite Unterstützung

Für die Stadt und viele Bürger war es fast so etwas wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Seit Freitagabend ist die Hauptstraße von der Wülfrather/Bahnhofstraße in Richtung Rathaus nach monatelangen Arbeiten wieder befahrbar – Grund genug für die Stadt und den Arbeitskreis Handel dies mit einem kleinen Umtrunk zu feiern, während die ersten PKW vorsichtig vorbeirollten.

Stolz präsentierte der Technische Beigeordnete Harald Flügge das Ergebnis jahrelangen Planens und Arbeitens. „Statt eine dicht befahrenen Durchgangsstraße haben wird haben nun eine Folge von Plätzen in der Stadt, die den Menschen deutlich mehr und besseren Lebensraum geben“, sagt Flügge, Die Fahrbahn ist jetzt einspurig und wurde von acht auf 3,50 Meter reduziert.

„Die Differenz kommt den Menschen zugute“, sagte Flügge. Denn es wurden ein breiter Fußweg und ein extrabreiter Radweg angelegt. Auch dank der Entlastung durch die Westfalenstraße rollen heute nur noch 3000 statt früher 20 000 Fahrzeuge durch die Stadt. Die neu installierten Laternen sorgen dafür, dass die Hauptstraße auch abends ins richtige Licht gerückt wird.

Ausdrücklich lobte Flügge das Engagement des Handels und der Anlieger beim Umbau. „Viele Bewohner haben die Bauarbeiter regelmäßig mit Kaffee versorgt. Das zeugt von der hohen Akzeptanz unserer Maßnahme“, sagte Flügge. Auch der Handel ist voll des Lobes. „Schon der Umbau des ersten Teilstücks der Hauptstraße hat wieder mehr Menschen in die Stadt gezogen“, sagt Annelie Heinisch, Sprecherin des Arbeitskreises Handel im Stadtmarketing. Die Parkplätze seine voller. Es gebe keinen Leerstand mehr, der Branchenmix werde auch größer, so Heinisch. Erst jüngst habe ein neues Modegeschäft für das Rathauscenter gewonnen werden können. Und nun gebe es sogar Außengastronomie auf der Straße.

„Wir haben eine Baumaßnahme am Herzen der Stadt durchgeführt. Nun muss Heiligenhaus zur Normalität zurückfinden“, wünschte sich Flügge.

Jahnstraße keine Einbahnstraße

Ein paar Probleme mit der neuen Normalität hatten am Wochenende die Autofahrer in der Jahnstraße. Die ist nun nämlich keine Einbahnstraße mehr und es gilt ein einseitiges Halteverbot.

Ein richtige Einweihungsparty für die Hauptstraße versprach Flügge für den Januar, wenn auch die Busse wieder durch die Straße rollen. Bis dann soll auch der noch fehlende Prägeasphalt aufgetragen sein, der zusammen mit der Pflasterung des Bürgersteiges und des Radweges ein einheitlich harmonisches Bild abgeben soll. Freie Fahrt auf der gesamten Hauptstraße wird es aber auch dann nicht geben: Denn anschließend wird der obere Teil wird neu gestaltet.