Gymnasium kooperiert mit dem Heiligenhauser Campus

Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock (li.) überreicht gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Jan Heinisch Schulleiterin Britta Berschick den Vertrag. Schülerin Amal Yazzif präsentiert gemeinsam mit Henry Thomas Experimente.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock (li.) überreicht gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Jan Heinisch Schulleiterin Britta Berschick den Vertrag. Schülerin Amal Yazzif präsentiert gemeinsam mit Henry Thomas Experimente.
Foto: Heinz-Werner Rieck
Neben dem bereits 2013 gegründeten Schülerlabor sollen am Anfang des neuen Jahres eine Lego-Roboter-AG und weitere Projekte starten.

Heiligenhaus..  Der Wechsel vom Klassenzimmer in den Hörsaal ist für viele Schüler kein kleiner Hüpfer, sondern ein großer Sprung in die Zukunft. Um den Schülern die Studienwahl und den Beginn eines Studiums zu erleichtern, ist das Immanuel-Kant-Gymnasium nun einen Kooperationsvertrag mit dem Campus Velbert/Heiligenhaus eingegangen. Zarte Bande bestanden allerdings schon vorher. Neben dem bereits 2013 gegründeten Schülerlabor sollen am Anfang des Jahres eine Lego-Roboter-AG und weitere Projekte starten.

„Wenn man einen vollfunktionsfähigen Campus vor der Tür stehen hat, kann man ihn auch nutzen“, sagt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch mit einem Augenzwinkern. Der 26,3 Millionen teure Bau wird am 4. April 2017 eingeweiht und bietet die Möglichkeit zum Studium von sogenannten Mint-Fächern. Die Angebote in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind anwendungsorientiert. „Die Unternehmen in der Region sind um Fachkräfte verlegen“, weiß Heinisch, „die Studenten streben zwar auch von weit weg hierher. Aber naheliegend ist natürlich die Schüler vor Ort mit an Bord zu nehmen.“

Künftig können die Oberstufenschüler im Schülerlabor, unterstützt von Studenten und Professoren, erste Forschungserfahrungen sammeln. Doch auch die Achtklässler werden bei verschiedenen Projekten Campusluft schnuppern können. Darüber hinaus werden Facharbeiten von Hochschuldozenten betreut.

Achtklässler schnuppern Hochschulluft

Erster Kooperationspartner ist nun das Gymnasium. Talentscout Alberto Rodriguez von der Hochschule Bochum ist in diesem Zusammenhang auch in Heiligenhaus unterwegs, um den Schülern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: „Ich begleite die Schülern im Übergang von der Schule bis ins Studium hinein.“ Dabei versucht er nicht nur in Bezug auf die Mint-Fächer zu beraten, sondern auch in anderen Fachbereichen. Nicht nur Rodriguez bereitet die Schüler vor. Viel früher fängt das Gymnasium selbst damit an. „Wichtig ist ein vollständiger Unterricht in klaren Strukturen. Bei uns gibt es keine Stundenkürzungen in Mathematik und Naturwissenschaften“, so Schulleiterin Britta Berschick.

Unsicher in der Wahl des passenden Studiums war auch Henry Thomas. „Es hat mir viel gebracht, mich am Heiligenhauser Campus und an der Hochschule Bochum umzusehen“, findet der 18-Jährige, den es in den Bereich Mechatronik und Maschinenbau zieht.

Ob es ein Duales oder Vollzeit-Studium wird, weiß er noch nicht. Beides wäre am Campus für ihn möglich. Gerade diese Vielfalt zeichnet für Prof. Dr. Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum, den Heiligenhauser Standort aus. „Wir sind regional stark mit den Unternehmen vernetzt.Der Übergang in die betriebliche Praxis wird erleichtert.“ Nach der Kooperation mit dem Gymnasium sollen nun weitere Schulen folgen.

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