Genuss der Entschleunigung

Vom Ergebnis der Umfrage bei den drei Schulleiterinnen war ich selbst überrascht: Das Thema hat mehr Aspekte als man zunächst vermuten möchte – und die Schulen kommen prompt zu den unterschiedlichsten Regelungen.


In den Elterhäusern dürfte es ähnlich sein: Man tastet sich heran an einen sinnvollen und möglichst schadlosen Umgang des Nachwuchses mit den Mobiltelefonen. Schließlich ist die scheinbar einfachste Lösung – der Komplettverzicht aufs Handy – in der Kindheit und Jugend von heute kaum noch vorstellbar. Dazu ist der Alltag, oft schon vom Grundschulalter an, meist viel zu straff organisiert. Wäre es nicht längst so selbstverständlich, könnte man auch sagen: über-organisiert.


Welche Schule hat nun die beste Lösung gefunden? Für die meisten Schüler dürfte der Fall klar sein: die Gesamtschule. Der Alltagsgegenstand Mobiltelefon will schließlich benutzt sein; man ist freundschaftlich vernetzt und will die eigene Terminfülle mit wenigen Clicks organisiert haben.


Wahrscheinlich ist’s eine Generationenfrage, dass ich selbst der stürmischen Jugend mal den Genuss der Entschleunigung wünsche. Chillt mal: das echte Leben ist analog, nicht digital.

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