Frohsinn etabliert in Heiligenhaus eine neue Linie

Die Neujahrsshow der Vokalen Holding Frohsinn in der Aula des Kant-Gymnasiums sorgte für gute Stimmung im Publikum.
Die Neujahrsshow der Vokalen Holding Frohsinn in der Aula des Kant-Gymnasiums sorgte für gute Stimmung im Publikum.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Neujahrsshow der Vokalen Holding begeisterte das Publikum in der Heiligenhauser Aula mit einem bunten Programm der Männer, Frauen und Solisten.

„Bei Frohsinn hat sich im letzten Jahr viel getan. Wir haben die ‘Ladies’ vorgestellt und heute können wir bereits mit doppelt so vielen Mitgliedern auftreten wie noch im letzten Jahr.“ Hermannjosef Roosen steht vor der Bühne, ein Mikrofon in der Hand, ein Scheinwerfer in der sonst dunklen Aula ist auf ihn gerichtet. Sichtlich stolz auf seine Ensembles und überzeugt von dem bunten Programm führt er das Publikum durch den Abend, dirigiert den neuen Frohsinn.

Fast ausverkaufte Aula

Die Aula des Kant-Gymnasiums füllt sich am Samstagabend fast bis auf den letzten Platz. Als das Licht erlischt, warten alle Besucher gespannt, was sie dieses Jahr bei der Neujahrsshow der Vokalen Holding des Frohsinns Heiligenhaus erwarten wird. Zunächst betritt das Männerensemble die Bühne. Jeanshosen und weiße Hemden tragen die Herren, als die ersten Töne vom Band erklingen und die Sänger einsteigen: „Aber dich, gibt’s nur einmal für mich.“

Immer wieder betont Roosen in seiner Moderation die Veränderung der heutigen Vokalen Holding, „von einem Männer-Gesangverein kann lange nicht mehr die Rede sein.“ Besonders stolz sind die Sänger auf ihre breite Aufstellung der Mitglieder. Die 24 Männer und 35 Frauen sind 13 bis 86 Jahre alt. Dass jeder einzelne von ihnen mit dem Herzen dabei ist, beweist auch der 86-jährige Ewald Bossek, als er „Old Man River“ als Solist präsentiert und verdient großen Applaus erntet. Nach vier Liedern geben die Männer das Mikrofon dann bereits weiter.

Boysie White betritt die Bühne. Wie schon 2014 sorgt der Stargast für tolle Stimmung. Der Gospel-Sänger überzeugt schwungvoll mit „My First, My Last, My Everything“ genauso wie mit einem gefühlvollen „Somewere over the Rainbow“.

Vor und nach der Pause führen dann die Ladies den Schwung von Boysie White fort. Etwas eleganter gekleidet als die Herren, in Schwarz und Weiß mit bunten Paillettenkrawatten überzeugen sie vor allem mit ihrer flotten Sister-Act-Nummer. Ein hervorragendes Solo singt Alexandra Sverkos, lässt mit „Dream a little Dream of you“ auch einige Männer von ihr träumen.

Einen besonderern Moment beschert auch das Duett von Dagmar Langenberg und Matthias Koch. Die beiden Vertreter der Ladies und des Frohsinns geben – wie sollte es anders sein – „Time of my life“ zum Besten. Als es im folgenden Lied dann „Let’s twist again“ heißt, können sich die Besucher nicht mehr auf ihren Stühlen halten. Das war auch gewünscht, so Roosen: „Sie sind alle herzlich dazu eingeladen mit uns zu singen, zu klatschen und zu tanzen.“

Vor allem der zweite Teil des dreistündigen Programmes animiert auch den letzten sitzenden Gast dazu, aufzustehen und zu tanzen. Erneute Auftritte von Boysie White und Frohsinn hielten die Stimmung bis zum Schluss hoch.

Vom verstaubten Image eines Männerchores verbleibt wenig. Vielmehr bot der Frohsinn, mit Männern, Frauen und Solisten, einen facettenreichen Abend mit einem gelungen Querschnitt durch verschiedene Genres und Zeiten der Musik, den das Publikum mit stürmischem Applaus honorierte.

 
 

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