Enten-Club „Düssel-Ducks“ besucht die „Duckomenta“

Mehr Kult als Auto: der Citroën 2CV, besser bekannt als Ente. Die Düssel-Ducks reisten damit nun zum Neanderthal Museum – sehr zur Freude der Besucher.
Mehr Kult als Auto: der Citroën 2CV, besser bekannt als Ente. Die Düssel-Ducks reisten damit nun zum Neanderthal Museum – sehr zur Freude der Besucher.
Foto: Funke Foto Services
  • Die Düssel-Ducks sind allesamt 2CV-Fahrer und lieben ihre Enten
  • Mit ihren Autos besuchten sie nun die „Duckomenta“ im Neanderthal Museum
  • Besucher freuten sich über die kultigen Fahrzeuge und machten Fotos

Heiligenhaus.  „Das ist doch nur Schrott“, stöhnt Kai, der bei einer Radtour mit seinem Vater an der 2-CV-Entenparade vor dem Neanderthal Museum vorbei fährt. Schrott sind die blechernen Wasservögel allerdings noch lange nicht – eher ein Kult mit Gebrauchsspuren.

Kameras werden gezückt

Vater Manuel hingegen ist begeistert von den französischen Gästen im Neandertal: „Jeder hat wohl mindestens eine Enten-Geschichte parat.“ Passend zur Sonderausstellung „Duckomenta“ nutzten die Düssel-Ducks das schöne Wetter zu einer Ausfahrt ins Neandertal und zogen damit reichlich staunende Blicke auf sich. Viele der Spaziergänger und Radfahrer halten vor den französischen Kultautos an, zücke ihre Kameras und schießen ein Erinnerungsfoto.

Bürzel an Bürzel stehen 26 Enten vor dem Museum und auf dem schattigen Parkplatz gegenüber Spalier, um die Gäste der Sonderausstellung zu begrüßen. „Wir haben die Duckomenta bei einer Ausfahrt im Jahre 2012 kennen gelernt. Als wir mitbekommen haben, dass die Ausstellung ins Neandertal kommt, ging alles sehr schnell“, erzählt „Düssel-Duck“ Dietmar Wolf, der seine erste Ente im Jahre 1994 kaufte.

Das Nachfolgermodell, eine bordeaux-beige-farbene Ente war ein richtiges Schnäppchen. Für einen Euro wechselte das gute Stück den Besitzer, erzählt Wolf. Als Düsseldorfer nutze er überwiegend Bahn oder Bus, die Ente sei ein reines Spaßfahrzeug, das sich schnell in sein Herz getuckert habe.

„Die Ente war bezahlbar und hatte Charme“, findet Dietmar Wolf, „außerdem mag ich ihre Einfachheit. Sie verkörpert das französische Lebensgefühl.“ Die Idee des Autoherstellers war es, ein robustes Fahrzeug für den kleinen Mann vom Land zu schaffen – „und das ist mit jedem Blech gelungen.“

Sonderführung durchs Museum

Als die Ente im Jahre 1948 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt wurde, glaubte niemand an den Erfolg des wackelnden Blechtierchens. Doch der Citroën 2 CV, in Frankreich liebevoll „Döschewo“ genannt, mauserte sich schnell zu einem millionenfach verkauften Kultauto. In den 1950er Jahren rollten zahlreiche Enten auch über die Straßen der Bundesrepublik. Kein Wunder, dass bei mehr als fünf Millionen verkaufter Exemplare so ziemlich jeder Mensch eine Entengeschichte erlebt hat.

Auch Mareike Holtkamp, im Neanderthal Museum für Marketing und Tourismus zuständig, muss beim Anblick der knatschroten Ente an ihre Kindheit denken. „Meine Tante hatte eine Ente. Am Berg mussten wir tatsächlich einmal aussteigen, weil das Auto sonst nicht hochgekommen wäre“, erinnert sich Holtkamp.

Schieben muss an diesem sonnigen Sonntag niemand. Während die Enten vor dem Museum für zahlreiche Fotos herhalten müssen und eine Pause von der Anfahrt bekommen, drehen ihre Besitzer eine Runde durch die Sonderausstellung. Diese zeigt Kunstwerke und Exponate aus einem tierischen Paralleluniversum, in dem die Enten eine ähnliche Entwicklungsgeschichte durchlebt haben, wie wir Menschen. Jahrhunderte schlummerten die Exponate im Verborgenen und wurden nun wieder zu Tage gefördert. Mit einem Augenzwinkern können Besucher des Neanderthal Museums die „verborgenen Schätze“ noch bis zum 30. Oktober bestaunen.

 
 

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