Endspurt für den Radweg

Foto: H. W. Rieck
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Foto: WAZ FotoPool
Auf dem neuen Panoramaradweg laufen die letzten Arbeiten – am 16. Juli soll offiziell Eröffnung gefeiert werden.

Heiligenhaus.. Grobes Gestein und jede Menge Bauschutt. Die Route, auf der zukünftig der Panoramaradweg langführen soll, besticht durch Chaos. Kaum vorstellbar, dass innerhalb der nächsten beiden Monate hier ein idyllischer Rad-und-Spazierweg entstehen wird. Vom Kettwiger Grenzgebiet über Heiligenhaus und Velbert bis nach Wülfrath soll der Weg verlaufen. Begehbar ist er im Moment jedoch nur auf Teilabschnitten dieser Strecke.

So zum Beispiel hinter dem ehemaligen Bahnhof und der neu gebauten Entflechtungsstraße. Selbst die Bepflanzung am Rande des Pfades strahlt einem hier bereits entgegen und sieht sehr charmant aus.

Rampe an der Abtskücher Straße

So gar nicht charmant anzuschauen ist der Teil in Höhe der Abtskücher Straße. Da es hier keine Brücke geben wird, müssen die Nutzer des Weges die Straße überqueren. Hierzu führen Rampen hinunter zur Straße und auf der anderen Seite wieder hinauf. Auf denen bewegen sich zur Zeit selbst die Bagger eher ungelenk. Auch die Zuwege zum Radweg, zum Beispiel in Höhe der Bushaltestelle Otterbeck, sind noch schwer als solche auszumachen. Hier ist noch Handlungsbedarf.

„Alles kein Problem, wir kommen hervorragend voran und werden rechtzeitig fertig“, versichert Michael Krahl. Der Fachbereichsleiter für Straßenbau meint damit aber nur das Teilstück auf dem Heiligenhauser Stadtgebiet. „Velbert hat angeblich noch Probleme mit zwei Brücken. Hoffen wir mal, dass die rechtzeitig fertig werden“, sagt er – „Ich weiß nicht, wie solche Gerüchte entstehen“, wehrt sich Hans-Joachim Blißenbach, der Pressesprecher der Stadt Velbert. „Wir werden zur Eröffnung des Radweges fertig sein“, sagt Blißenbach. Laut Krahl wäre es nämlich extrem ärgerlich, wenn Velbert nicht rechtzeitig fertig werden würde, da diese Teilstrecke die Verbindung zwischen Heiligenhaus und Wülfrath darstellt.

Zur Eröffnung des Radwegs ist die Anbindung fertig

Garantiert nicht zur Eröffnung des Radweges vollendet wird die Anbindung an Essen-Kettwig. „Wir haben zwar die ganze Planung im Vorfeld mitübernommen, sind aber für die Durchführung nicht direkt verantwortlich“, erklärt Michael Krahl. Ein Unternehmen der Stadt Essen beschäftigt hier unter anderem Menschen vom „dritten Arbeitsmarkt“. Dies ist eine öffentlich geförderte Initiative für Arbeitslose ohne Aussicht und Chance auf einen Job. Krahl habe aber gehört, dass die Arbeiten hier nur stockend voran kämen.

Der Zeitplan für Heiligenhaus stehe jedenfalls und soll auch möglichst eingehalten werden. Bis Ende Mai werden die Brücken fertiggestellt. In der zweiten Juniwoche soll dann das restliche Stück von der Industriestraße bis nach Velbert asphaltiert werden, berichtet Krahl. Das einige Rampen oder Zuwege zur Eröffnung des Panoramaradweges am 16.Juli nicht komplett fertig werden, könnte natürlich passieren.

Über 13 Brücken

Insgesamt führt der Panoramaradweg auf dem Stadtgebiet über 13 Brücken. Eine davon, die längste mit 148 Metern, steht unter Denkmalschutz. – sie überquert die Ruhrstraße. Auf dem Stadtgebiet verlaufen acht von 20 Kilometern des Radweges. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro.

 

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