Eine Straße ist noch namenlos auf Heiligenhauser Campus

Wächst stetig: der Bau des Campus’ Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum auf dem ehemaligen Kiekert-Gelände an der Kettwiger Straße.
Wächst stetig: der Bau des Campus’ Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum auf dem ehemaligen Kiekert-Gelände an der Kettwiger Straße.
Foto: FUNKE Foto Services
Auf dem ehemaligen Kiekert-Gelände wächst der Campus. Straßen werden benannt. Diskussion im Hauptausschuss über die Situation in der Unterilp.

Heiligenhaus..  Drei Straßen durchziehen das ehemalige Kiekert-Gelände, für zwei gibt’s jetzt Namensempfehlungen, die in der nächsten Woche noch vom Rat bestätigt werden müssen. Die Planstraße A (sie teilt das Gelände in Campus und Einkaufszentrum von West nach Ost) soll nach dem bekannten Reformpädagogen Jakob Muth benannt werden. Muth lebte in Heiligenhaus und war hier u.a. Ratsmitglied. Die Planstraße B in Nord-Süd-Richtung soll mit Bäumen eingerahmt werden und deshalb Campusallee heißen. Darauf haben sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch nach längerer Diskussion verständigt.

Offen ist die Benennung der Planstraße C, die von der Kettwiger Straße aus die Grünfläche auf dem ehemaligen Kiekert-Parkplatz erschließt. Ada Lovelace ist der Vorschlag der Grünen-Fraktion. Nach der britischen Mathematikerin aus dem 19. Jahrhundert (sie war eine Tochter Lord Byrons) wurde zum Beispiel die Programmiersprache Ada benannt. Der Name sei passend aufgrund des nahen Campus’ und Heiligenhaus brauche mehr weibliche Straßennamen, so die Begründung. Entschieden werden soll darüber erst, wenn ein Name für den Seniorenpark gefunden ist.

Wie es um die Vereine und Institutionen bestellt ist, die derzeit in der Grundschule Unterilp beheimatet sind, war das zweite große Thema der Sitzung. Die SPD hatte moniert, dass den bisherigen Nutzern, vor allem ADFC und Malschule, offenbar keine adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten angeboten worden seien. Dem widersprach Bürgermeister Jan Heinisch: „Es sind Angebote an die Malschule erfolgt. Unter anderem wurden Bereiche im VHS-Haus vorgeschlagen. Das hat die Malschule abgelehnt.“

Nutzern Angebote unterbreiten

Diese habe darauf aufmerksam gemacht, dass für sie nur eine alleinige Nutzung in Frage komme, in der VHS müssten sich die Künstler die Räume mit anderen Kursen teilen. „Allerdings handelt es sich um eine private Malschule, auf dem freien Markt würden sie mehr Miete zahlen“, so Heinisch. Dem ADFC habe man noch kein Angebot unterbreitet. Die Fraktionen sprachen sich deshalb mehrheitlich dafür aus, dass die Verwaltung den Nutzern weitere Offerten macht. Sowohl die Stadtranderholung als auch der Offene Ganztag werden in der Unterilp bleiben, informierte Schuldezernent Michael Beck.

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