Ein Lichterspiel in Magenta

Feuerkünstler Björn Gaukler vor der Waggonbrücke.
Feuerkünstler Björn Gaukler vor der Waggonbrücke.
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Am Tage leuchtet sie in Rostrost, doch nachts verschwindet die Waggonbrücke über der Bahnhofstraße in der Dunkelheit. Bis jetzt. Seit Mittwochabend rücken LED-Lampen das kuriose Bauwerk jede Nacht ins rechte Licht.

„Ich verzichte auf die brennenden Bälle, denn die Brücke besteht hier oben aus Holz“, erklärt Feuerkünstler Björn der Gaukler und greift lieber zur Fackel. Gut so, denn sonst wird das Bauwerk nur einmal illuminiert und dann nie wieder. Doch auch wenn die Zuschauer ab und an mal den Atem anhalten müssen, bei der Feuershow klappt alles wie am Schnürchen. Die zahlreichen Zaungäste des Spektakels sind begeistert und die Brücke bleibt unversehrt.

Ganz zur Freude von Bürgermeister Jan Heinisch: „Dies ist zwar nicht das teuerste Projekt, aber das schönste. Auch für mich persönlich.“ Nun darf dieser den überdimensionalen An-Knopf drücken, damit die erste Waggonbrücke Deutschlands auch nachts voll zur Geltung kommt. Die Idee hinter der magentafarbenen Beleuchtung ist simpel: „Es gibt so viele schöne Dinge in Heiligenhaus. Mit Illuminationen wollen wir sie ins Bewusstsein der Leute bringen“, erklärt Heinisch.

Vier weiße Strahler und zwei Leisten mit bunten LED-Leuchten lassen das Bauwerk zukünftig auch in der Dunkelheit strahlen. Der Stromzähler dreht sich dabei jedoch nicht in Lichtgeschwindigkeit. „Das sind sehr sparsame Leuchten“, erklärt Heinisch. Fritjof Gerstner vom RWE kann das bestätigen: „Die Beleuchtung kostet rund 150 Euro im Jahr.“ Deutlich teurer war die Installation der Strahler, die RWE übernahm. Der Aufwand hat sich gelohnt. Immerhin kann die Stadt ein Häkchen mehr auf der Liste zum fertigen Panoramaradweg machen.

 

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