„Dieselknecht“: Die Besten spielten „j.w.d.“

Foto: WAZ FotoPool
Etwas fernab des Hauptstraßentreibens im Hofcafé Herberge versteckten sich die heimlichen Könige des Abends: Dieselknecht. „Sie sind hart“, wollen die vier Akustischen aus Dortmund klargestellt wissen. Mancher hätte vielleicht etwas erwartet wie: Wir sind „Dieselknecht“, wir machen harte Musik und jetzt sterbt

Etwas fernab des Hauptstraßentreibens im Hofcafé Herberge versteckten sich die heimlichen Könige des Abends: Dieselknecht. „Sie sind hart“, wollen die vier Akustischen aus Dortmund klargestellt wissen. Mancher hätte vielleicht etwas erwartet wie: Wir sind „Dieselknecht“, wir machen harte Musik und jetzt sterbt.

Eigentlich waren die Jungs aber ganz freundlich; und vor allem gut. In einem eigenen Stil zwischen Skiffle, Bluegrass und Britpop-Rhythmus gaben sie ausschließlich eigene Songs, nein, korrekterweise: Lieder, weil deutschsprachig. „Wenn Regen und Wind die einzigen Gefährten sind“, heißt es in ihrem einfühlsamen Vogelscheuchenblues.

Waschbrett und Resonatorgitarre

Es waren Lieder über Zustände, wie sie jeder kennt. Lieder etwa wie dieses, welches auf die Melodie von „Surfin’ USA“ ausspricht: „Alle wollen immer dreschen, dreschen auf’m Feld.“

Schnelles Fahren war ein anderer Themenkomplex. Erst wird im rollenden „Kolbenfenster-Blues“ die Puch Maxi N schneller gemacht und schließlich zu Tode geritten. Dann steigt man aufs Auto um: „Jetzt kommt ein Lied vom Schnellfahren. Und wenn man zu schnell fährt, passiert ein Unfall“, sagten sie lakonisch an.

Mit Waschbrett und Resonatorgitarre verursachten Dieselknecht tatsächlich in Summe viel Blechgeschepper. Als Unfall kann man sie aber nicht bezeichnen. Ganz im Gegenteil . . .

 
 

EURE FAVORITEN