Die Rampe hinunter

Der Übergang des Panoramaradweg an der Abtskücher Straße: Hier queren viele unerlaubt die Straße. Foto: Detlev Kreimeier
Der Übergang des Panoramaradweg an der Abtskücher Straße: Hier queren viele unerlaubt die Straße. Foto: Detlev Kreimeier
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung des Panoramaradwegs zwischen Wülfrath, Velbert und Heiligenhaus. Doch noch wird an einigen Stellen im Stadtgebiet gewerkelt.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Die Firma hat richtig reingeklotzt. Aber es wird schon bis Freitagabend gearbeitet, das ist klar“, sagt Michael Krahl, Leiter der Abteilung Ingenieurbau der Stadt. „Heute dampft noch mal richtig der Asphalt“, berichtet er von der Baustelle am Stakenberg, die sich Richtung Stadtgrenze Essen-Kettwig bewegt. Schließlich müsse das trockene Wetter ausgenutzt werden. Restarbeiten wie Markierungen, Schwellen und die Randbegrünung, die könnten allerdings erst nach dem Eröffnungstermin 16. Juli ausgeführt werden, schätzt Krahl.

Auf seiner Baustellentour ist er auch regelmäßig an der Abtskücher Straße. Dort rangiert der Bagger an der Rampe, einige Radler kommen ihm im schnellen Tempo entgegen. Nicht gerade ungefährlich, weiß Krahl. „Für beide Seiten ungünstig. Aber viele wollen den Radweg eben auch schon ausprobieren.“ Jedoch nicht nur deshalb ist die Abtskücher Straße das „Sorgenkind“ der Verwaltung und auch der Politiker in Stadt und Kreis. Denn wer als Radler oder Skater die Rampe verlässt, um die Straße zu überqueren, tut dies häufig direkt am Bahndamm und nicht an der oberhalb liegenden Ampelanlage.

Absperrungen an der Abtskücher Straße

„So wird es selbstverständlich nicht bleiben“, kündigt Krahl an. Entsprechende Absperrungen und Holzzäune sollen den Übergang verhindern. „Am Eröffnungstag werden wir die östliche Seite komplett zumachen.“ Sicherheit gehe in Erwartung einer Masse von Radlern, Spaziergängern und Inlinern nun mal vor.

An der dauerhaften Behebung des Problems arbeiten Stadt und Kreis. „Alle wollen die Brücke“, sagt Michael Krahl. Bürgermeister Dr. Jan Heinisch sieht inzwischen sogar gute Chancen für eine baldige Realisierung „Es gibt entsprechende Signale aus dem Kreistag. Und es wird schon geplant“, erklärt er auf Nachfrage der WAZ.

Auf den gemeinsamen Fahrradtrip mit Verwaltungsmitarbeitern, Jugendfeuerwehr und Hochschulabsolventen am Samstag zur Eröffnung in Wülfrath freut sich Heinisch. „Ich bin sehr gespannt auf die neuen Eindrücke. Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich den Radweg nutze.“

 

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