Die  neue Aula  ist  eine  Klasse  für sich

Gut aufgesessen: Die Aula (hier bei der Feierstunde zur Einweihung gestern) hat nun unter anderem bequeme, rot-gepolsterte Stühle.
Gut aufgesessen: Die Aula (hier bei der Feierstunde zur Einweihung gestern) hat nun unter anderem bequeme, rot-gepolsterte Stühle.
Foto: WAZ-FotoPool
Das IKG hat dank großzügiger Zuwendungen aus der Thormälen-Stiftung auch einen Multifunktionsraum. Schulhalle präsentiert sich in neuem Gewand

Heiligenhaus..  Eine Klasse für sich: Das ist nun die aufwendig renovierte Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG), die Heiligenhaus auch als Stadthalle dient. Die Generalüberholung der Aula mit 600 Sitzplätzen wurde ermöglicht durch eine großzügige Zuwendung der Thormälen-Stiftung. Aus dieser Quelle flossen auch Mittel für die Errichtung eines hochmodernen Multifunktionsraums am IKG. Gestern wurden die Aula und der neue Schulraum bei einer Feierstunde offiziell eingeweiht. Ehrengast war die Spenderin Alice Thormälen.

Sie gab auch den Anlass für das „Face-Lifting“ der Aula mit neuen, rot-gepolsterten Stühlen, hochwertigen Fußböden, einem modernen Farbanstrich, beleuchteten Stufen auf dem Balkon sowie einem neu gestrichenen Foyer mit frischem Lichtkonzept, wie Bürgermeister Dr. Jan Heinisch in seiner Rede betonte. Denn: „Wenn, Sie, Frau Thormälen, nicht einmal gesagt hätten, dass man auf den alten, grünen Stühlen in der Aula nicht bequem sitzen könnte, wäre vielleicht nichts passiert.“ Doch die Vorlage der Stifterin nutzte Heinisch. Er setzte sich mit ihr zusammen und fragte, ob „man da nicht etwas machen könnte“. Man konnte. Und auch von Heinischs Hinweis, es werde teuer, habe sich Alice Thormälen „nicht erschrecken lassen“ – und gab 405 000 Euro.

Ein ganz neues Raumerlebnis

Die Stadt selbst habe den Rest von 40 000 bis 50 000 Euro beigesteuert, etwa über den städtischen Immobilienservice, der unter anderem über drei Monate hinweg zwei Maler abstellte. Und von der neuen Aula beziehungsweise Stadthalle, so Heinisch, profitierten auch das Heiligenhauser Kulturprogramm sowie örtliche Vereine, die dort viele Veranstaltungen abhielten.

Auch Schulleiterin Britta Berschick zeigte sich von der Aula begeistert. „Auf das Innenleben kommt es an. Hier ist ein ganz neues Raumerlebnis entstanden“, sagte sie. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Grundsäulen der Thormälen-Stiftung, die sich insbesondere dem Erwerb von Bildung für junge Menschen verpflichtet fühle.

Auch der neue, hell gestaltete Multifunktionsraum mit computergestütztem Beamer, moderner Technologie, neuen Sitzen, LED-Beleuchtung und einem weiß-grün-blauen Farbkonzept kann sich sehen lassen. Dabei wurden ein Klassenzimmer und der frühere Filmsaal zusammengelegt. Dieser Raum bietet nun Platz für bis zu 120 Schüler oder für Lehrerkonferenzen. Durch eine moderne Schiebewand kann das Zimmer auch in zwei Räume geteilt werden.

Auch der Förderverein half

Für den Umbau hatte die Thormälen-Stiftung 25 000 Euro zur Verfügung gestellt, die übrigen fast 30 000 Euro hatte der IKG-Förderverein bereitgestellt, und die Stadt unterstützte das Ganze ebenfalls mit dem Immobilienservice. Förderverein-Vorsitzender Dr. Christoph Kaiser bedankte sich bei Alice Thormälen mit den Worten: „Das ist ein tolles Gesamtkonzept, welches ohne Sie nicht möglich gewesen wäre.“ Die Spenderin entgegnete da in ihrer unverwechselbaren, pointierten Art: „Ja, wir werden noch ganz vornehm in Heiligenhaus“, und ergänzte: „Ich habe das sehr gerne gemacht.“

Auch auf die Frage, was man ihr als Dank für ihr Engagement an der Schule geben könne, wusste die 88-Jährige eine humorvolle Antwort: „Wenn ich 100 Jahre alt werden sollte, können wir hier in der Aula feiern“, sagte sie bei der Feierstunde, die auch von musikalischen Auftritten der IKG-Instrumentalgruppe sowie der Schul-Big-Band begleitet wurde.

 

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