Die Bühne für den Bahn-Park

Mit den Arbeiten im Randbereich des Panoramaradwegs wurde bereits begonnen. Foto: H.W. Rieck
Mit den Arbeiten im Randbereich des Panoramaradwegs wurde bereits begonnen. Foto: H.W. Rieck
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. „Rasten und Rüsten am alten Bahnhof“, diesen Untertitel hat Friedhelm Terfrüchte seiner Präsentation vom neuen „BahnPark Heiligenhaus“ gegeben. Im Ausschuss für Stadtentwicklung stellte der Essener Landschaftsplaner jetzt seine Ideen zur Gestaltung des ehemaligen Bahnhofsareals vor – im Auftrag der Stadt. Der „BahnPark“ soll zentraler Anlaufpunkt für Nutzer des neuen Panoramaradwegs werden.

Terfrüchtes Grundidee: Zwischen der Gebäudekonstellation von altem Bahnhof, den Silos und dem ehemaligen Güterbahnhof liegt eine Kernfläche zur Gestaltung und Nutzung – als „signifikante Unterbrechung der Trasse“. Hier sollen Radfahrer und Spaziergänger anhalten können, vielleicht eine Fahrradstation mit Verleih vorfinden, aber auch ein gastronomisches Angebot.

Spuren des alten Bahnhofs aufpolieren

Bei der Gestaltung der Fläche will Terfrüchte „mit den Spuren des alten Bahnhofs so umgehen, dass sie diesem Ort seinen Geist einhauchen“. So soll die ehemalige Bahnsteig- und Gleissituation in moderner Formsprache wieder hergestellt und mit typischen Accessoires wie Bahnhofsschildern und einer großen Uhr ausgestattet werden. Auf den Gleisen könnten ein oder zwei ausrangierte Bahnwaggons stehen, in denen zum Beispiel ein Café oder ähnliches Platz hätte – übrigens ein Projekt, dass in Wanne-Eickel bereits gut ankommt: „Unser Fritzchen“ heißt das Gleis-Café dort.

Mit den baulichen Maßnahmen, der Pflasterung und Gestaltung, soll der „Weg für Servicekultur bereitet“ werden, so der Planer. Der Technische Beigeordnete Harald Flügge, stellte klar: „Das Büro Terfrüchte stellt hier die Bühne bereit – für die Akteure müssen andere sorgen.“ Zum Beispiel ein Bundesprogramm namens „BIWAQ“ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier): Arbeitslose Jugendliche könnten vielleicht die Fahrradstation betreiben – deshalb hat sich die Stadt bereits um europäische Fördermittel beworben. Eine kleine Gastronomie würde (zumindest an Wochenenden) vielleicht auch auf ehrenamtlicher Basis funktionieren. Und wenn das Areal erst einmal belebt sei, ließe sich wohl auch der Wunsch nach öffentlichen Toiletten erfüllen, ist sich Harald Flügge sicher.

Haltepunkt Isenbügel wird ebenfalls aufgewertet

Entlang der Fahrradtrasse wird im Bahnhofsbereich zurzeit bereits fleißig das Gestrüpp zurückgeschnitten. Denn im nördlichen Bereich soll eine Reihe hoher Bäume als Trennung zum nahen Gewerbe gepflanzt werden.

Aufwerten will die Stadt auch den kleinen Ableger des großen Bahnhofs, den ehemaligen Haltepunkt Isenbügel. „Wir wollen diesen Ort inszenieren und ins Gedächtnis holen“, erklärt Harald Flügge. Dafür soll unter anderem ein Spielpunkt sorgen, der zum Verweilen einlädt.

Der enge Zeitplan (die Arbeiten müssen in diesem Jahr abgeschlossen sein) und das knappe Budget von rund 330 000 Euro für alle Maßnahmen (inklusive Bahnhof Isenbügel und Beleuchtung einiger Trassenbereiche) bilden ein schmales Fenster. Was jedoch weitere Ideen und Möglichkeiten angehe, sei „das Fass nach oben offen. . .“, sagt Friedhelm Terfrüchte. Soll heißen: Wenn irgendwann mal wieder Geld zur Verfügung steht, könnte die Stadt auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände Schritt für Schritt weitere Dinge realisieren. Terfrüchte: „Vielleicht gibt es ja auch Sponsoren?“

 
 

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