Die 6b des IKG bewirbt sich spielerisch um neue Schulküche

Die 6b des Immanuel-Kant-Gymnasiums
Die 6b des Immanuel-Kant-Gymnasiums
Foto: Alexandra Roth
  • Beim Wettbewerb „Klasse, Kochen!“ können Schüler des IKG eine neue Schulküche gewinnen
  • Beworben haben sie sich mit ihrem selbst hergestellten Gesellschaftsspiel „Kant Kocht Klasse“
  • Mit der Küche im Wert von 30 000 Euro hätte das Gymnasium auch schon einige tolle Pläne

Heiligenhaus. Das Immanuel-Kant-Gymnasium darf sich womöglich bald über eine neue Schulküche freuen – zumindest, wenn die 6b im Klassenraum und am Herd weiterhin so viel Gas gibt. Die Klasse von Jutta Leukers und Torsten Sill steht nämlich im Finale des bundesweiten Wettbewerbs „Klasse, Kochen!“. „Seit März beschäftigen wir uns fächerübergreifend mit dem Projekt“, berichtet Klassenlehrer Torsten Sill.

200 Schulklassen aus ganz Deutschland hatten zum diesjährigen Motto „Küche querbeet – Leckeres aus Garten, Feld und Wald!“ Beiträge eingereicht. So auch die 6b am IKG. Sie hat das Gesellschaftsspiel „Kant Kocht Klasse“ entwickelt. „Dabei erspielt man sich auf mehreren Feldern Zutaten für die Zubereitung eines gesunden Gerichts“, erklärt Torsten Sill. Am Ende gilt es noch, Quizfragen zur Ernährungsampel zu beantworten – also zu der Frage, wie gesund Lebensmittel sind.

Projekt wurde in fast jedem Fach begleitet

„Die Schüler lernen aber nicht nur etwas über gesunde Ernährung. Wir haben das Kochprojekt in fast jedes Unterrichtsfach integriert“, sagt Torsten Sill. So wurden die Tonfiguren und die Karten für das Spiel im Kunstunterricht hergestellt, in Mathe wurden deren Formen berechnet. Für den Erdkunde-Unterricht haben sich die Schüler angeschaut, wo sich rund um Heiligenhaus Höfe befinden.

Einen Biohof hat die 6b an einem Projekttag sogar besucht. „In unserer ländlichen Region konnten wir das Motto ,Leckeres aus Garten, Feld und Wald’ gut umsetzen“, freut sich Torsten Sill.

Mit Stadtförster Hannes Johannsen haben die Schüler Kräuter im Wald gesammelt und im UBZ ein Drei-Gänge-Menü gekocht. Auch den Schülern gefällt der Unterricht sehr. „Auf den Höfen haben wir gesehen, wo das gesunde Essen überhaupt herkommt“, sagt Leonard. „Es ist toll, dass wir in der Gruppe gemeinsam etwas gemacht und gearbeitet haben“, ergänzt Henrike.

Zehn Mal eine Küche für 30 000 Euro

Mit diesen tollen Erfahrungen hat es das IKG bis in Finale des Wettbewerbs geschafft. Von den 25 verbliebenen Teilnehmern gewinnen zehn eine vollwertige Schulküche im Wert von 30 000 Euro. Um sich dafür zu qualifizieren, muss jede Schule ein Nutzungskonzept schreiben. Das IKG hat ihres bereits eingereicht. „Wir haben zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern einen Masterplan entwickelt“, sagt Torsten Sill.

Die neue Küche soll in der Caféteria unterkommen. Dort könnten dann unter anderem Klassen kochen. „Wir planen ein sogenanntes ,Kant-Sandwich’. Pro Woche kann jede Klasse ein Sandwich kreieren, dass dann verkauft wird.“ Geplant wären auch Knigge-Kurse, in denen das gekochte Essen mit Manieren verspeist wird.

Auch Kooperationspartner wie die Realschule, Kitas oder die Tafel könnten die Schulküche künftig nutzen, wenn das IKG mit seinem Beitrag Erfolg hat. Im Frühjahr sollen die Gewinner bekannt gegeben werden. „Die neue Küche käme aber nicht vor dem Herbst“, sagt Torsten Sill. Um sie im besten Fall einzuweihen, würde auch der Pate des Wettbewerbs, Starkoch Tim Mälzer, vorbeischauen. Da könnten die Kinder in der neuen Küche die hohe Kunst des Kochens kennenlernen, freut sich Torsten Sill.

Bundesernährungsministerium ist beteiligt

Der bundesweite Wettbewerb „Küchen für Deutschlands Schulen“ wurde bereits im Jahr 2009 ins Leben gerufen und dann im Jahr 2012 in „Klasse, Kochen!“ umbenannt.

Beteiligt sind unter anderem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, die Bertelsmann-Stiftung, der Küchenhersteller Nolte und Starkoch Tim Mälzer als Pate.

 
 

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