Bald tummeln sich hier die Radler

Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Zwischen Kettwiger Straße und Oberer Industriestraße sind die Arbeiten in vollem Gange: Der erste Bauabschnitt des Allenradwegs soll Anfang Mai eröffnet werden. Die ersten 770 Meter eines neuen Rad- und Gehwegs, der mitten durch die Stadt führt – so wie einst die Eisenbahn, auf deren Streckenverlauf sich bald Radler und Fußgänger tummeln sollen.

„Der Asphalt kommt in der nächste Woche“, sagt Harald Flügge. Man habe aktuell sogar Luft im Zeitplan, so der Technische Beigeordnete der Stadt. Dem 7. Mai als Datum für die Eröffnung des ersten Teilstücks stehe eigentlich nichts im Wege. „Etwas Nettes“ will man sich zu diesem Termin überlegen, nicht bloß das obligatorische Band durchschneiden.

Dass die Strecke mit der Zeit gut angenommen wird, davon ist Flügge überzeugt. Sein Wunsch: „Dass sich mit dem Weg auch die Mentalität ändert.“ Zum Beispiel, dass immer mehr Schüler ab der fünften Klasse aufs Rad umsteigen, statt sich vielleicht von Mama oder Papa mit dem Auto kutschieren zu lassen. Eine weitere Voraussetzung dafür wären sicher auch mehr Fahrradstellplätze an den Schulen und in der Stadt – „die sind fest eingeplant“, sagt Flügge. Und sie sollen auch beim neuen Komitee für Radfahrer und Fußgänger, das am Montag nächster Woche tagt, ein Thema sein.

Gleich nach Ostern wurden weitere Baustellen eingerichtet, um das Projekt Alleenradweg voranzutreiben: an der Bleibergstraße (die WAZ berichtete), aber auch am Feldweg und am Sellberg im Nordwesten der Strecke. Drei Bereiche, in denen Brückensanierungen anstehen.

Insgesamt sind 13 solcher kleinen und großen Bauwerke auf Heiligenhauser Stadtgebiet zu sanieren, die in den neuen Rad- und Fußgängerweg eingebunden werden sollen – für jedes von ihnen hat Frank Holtwick vom Straßen- und Ingenieurbau der Stadt einen eigenen Ordner in seinem Büro. Schließen konnte er allerdings erst eine Akte: die für die Bahnhofstraße, wo Ende Juni 2009 die bis dato einzige Waggonbrücke Deutschlands im Rahmen eines großen Festes eingehoben wurde.

So gut wie abgeschlossen ist auch die Sanierung der Brücke an der Friedhofstraße; Restarbeiten sind hingegen noch an der im Jahr 2008 eingeweihten Brücke über die südliche Ruhrstraße zu leisten. „Aber der Rest läuft auf Hochtouren: Die Brücken sind entweder im Bau oder die Gewerke bereits ausgeschrieben“, erklärt Frank Holtwick im Gespräch mit der Heiligenhauser Zeitung.

Vor der Brust hat die Stadt damit auch noch das größte Bauwerk: die ehemalige Eisenbahnbrücke über die nördliche Ruhrstraße, an der Stadtgrenze zu Essen-Kettwig. Auch dort steht der Sanierungsbeginn unmittelbar bevor. Zusammen mit der Stadt Essen soll später noch eine Rampe zum Sengenholzer Weg gebaut werden, die dann den Anschluss des Alleenradweges an die Wegenetze der Nachbarstadt gewährleisten soll.

In Vorbereitung sind unterdesssen auch die Ausschreibungen für die Reststrecke des Wegebaus zwischen Essen und Velbert. Insgesamt wird der Alleenradweg rund acht Kilometer über Heiligenhauser Stadtgebiet führen.

 

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