Auf den Geschmack gebracht

Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Kreuzungsfrei und fast ohne Steigungen, mit vielen interessanten Aussichts-, Anhalte- und Besichtigungspunkten. Geeignet für Radfahrer, Fußgänger, Inliner und andere Trendsportarten. Länge: vom Essener Süden bis zum Wuppertaler Norden. Das ist der Panoramaradweg Niederbergbahn, der ab Sommer 2011 durch Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath führt.

Eine „phänomenale Sache“, die nur darauf wartet, ins rechte „Werbe“-Licht gerückt zu werden. Deshalb hatten die drei beteiligten Städte und der Kreis Mettmann zu einem so genannten Unterstützertag in die Aula des IKG geladen. Über 200 Vertreter von Vereinen, Institutionen und Unternehmen waren dem Aufruf gefolgt. Mit einer peppigen Gesprächsrunde, durch die Journalist Thomas Reuter führte, wurden die Teilnehmer auf den Bahntrassen-Geschmack gebracht.

Zum Beispiel durch Achim Bartoschek. Er ist quasi der Bahntrassenpapst, war schon mehrere tausend Kilometer auf ausgedienten Schienenwegen quer durch die Republik unterwegs. „Diese Wege sind sehr unterschiedlich und deshalb reizvoll. Der Vorteil ist, man hat keine Autos, kann in Ruhe radeln und die Landschaft genießen. Und sich dabei bequem mit anderen unterhalten“, berichtete er dem Publikum.

Radler im „besten Alter“ suchen nach
attraktiven Anziehungspunkten

Annette Nothnagel von der Bergischen Entwicklungsagentur GmbH steigt ebenfalls gerne aufs Zweirad. Ihr Ziel: die Verknüpfung der verschiedenen Radwege im Bergischen und im Niederbergischen zu einem Verband und das gemeinsame Werben für die vielen Attraktionen entlang der Radwege. Denn, und daran knüpfte Landschaftsplaner Friedhelm Terfrüchte an, „Radwegenutzer sind heute nicht nur Schüler und Studenten mit kleinem Geldbeutel, sondern viele Best-Ager, die in den Städten am Rande der Trasse nach attraktiven Anziehungspunkten suchen.“ Gastronomen und Einzelhandel sollten sich ab dem Sommer vermehrt auf Kundschaft im Radlerdress einstellen, kündigte Terfrüchte an.

Doch auch die Trasse selbst soll nicht nur ein klassischer Radweg sein. Bänke und gestaltete Räume kann sich Beate Haverkamp von der Firma „fundamente“ (fundraising) entlang des Weges vorstellen. Doch das wird im Gegensatz zur den 12 Mio. Euro Erstellungskosten nicht gefördert. „Spenden, Sponsoren und engagierte Bürger braucht es, damit Pflege und ein schönes Umfeld gesichert sind“, rief sie zum Mitmachen auf. Die Besucher nahmen es mit in ihre Gespräche.

Ebenso wie den Appell von Nils Juchner, Geschäftsführer der Velbert Marketing GmbH: Die Schlossstadt will sich bei „WDR 2 für eine Stadt“ bewerben – und so die Eröffnungsveranstaltung des Panoramaradweges am 16. Juli mit einem besonderen Medien-Ereignis bereichern. Dazu müssen Heiligenhauser und Wülfrather für Velbert stimmen. Ob das gelingt? Peter Parnow, hiesiger Wirtschaftsförderer: „Da müssen wir wohl noch Überzeugungsarbeit leisten!“

 
 

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