Abrissbagger noch nicht in Sicht

So sieht er aus, der Entwurf für das neue Evangelische Pflegezentrum an der Schulstraße.
So sieht er aus, der Entwurf für das neue Evangelische Pflegezentrum an der Schulstraße.
Foto: WAZ FotoPool

Heiligenhaus.. Im August sollte an der Schulstraße mit dem Rohbau begonnen werden; im Spätsommer 2011 könnten vielleicht schon die ersten Bewohner in das neue Pflegezentrum einziehen. So weit der Plan. Aktuell sind aber noch nicht einmal die Abrissbagger angerückt.

Das ehemalige evangelische Altenheim steht immer noch am alten Platz. Leer – denn die Senioren sind bereits im November vergangenen Jahres an die Lindenstraße umgezogen. Dort dient das ehemalige Gebäude des Caritas-Altenheims St. Josef nach dessen Umzug an die Rheinlandstraße als Zwischenlösung. Übergangsweise wurden die Räume angemietet – bis zur Fertigstellung des Neubaus an der Schulstraße.

Zum 1. Januar 2010 hat, wie berichtet, die Bergische Diakonie Aprath den Betrieb des Altenheims von der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligenhaus übernommen. Bauherr auf dem Gelände an der Schulstraße ist unterdessen ein Unternehmen der Lindhorst-Gruppe als Investor. Und der hinkt mittlerweile mit dem Zeitplan hinterher. Als neuer Termin für den Baubeginn ist jetzt der Herbst anvisiert. Bis dahin müsste allerdings das alte Gebäude erst einmal abgerissen werden. Politisch ist das Thema abgeschlossen (die WAZ berichtete); die entsprechenden Genehmigungen hat die Stadt indes noch nicht erteilt.

„Der Abbruchantrag liegt bei uns seit 1. März vor“, sagt Marie-Theres van Wahsen, Leiterin der Heiligenhauser Baubehörde. Der Antrag auf eine Baugenehmigung sei hingegen am 21. Mai bei der Stadt eingegangen. Die Bearbeitung laufe parallel. Einige Unterlagen habe man nachfordern müssen, zudem mussten externe Dienststellen Stellungnahmen abgeben. Aber: „Wir sind im Endstadium zur Genehmigung“, versichert Marie-Theres van Wahsen. Auf jeden Fall würden sie noch in diesem Sommer erteilt.

Das würde Wolfgang Lohde, technischer Geschäftsleiter der Abteilung ML-Immobilien in der Lindhorst-Gruppe, freuen. Denn für den Abriss des alten evangelischen Gemeindehauses musste das Unternehmen eine besondere Abbruchstatik vorlegen. „Das Gebäude liegt mitten in der Stadt, umgeben von Häusern. das ist ein sensibler Bereich“, zeigt Lohde Verständnis. Kontaminiertes Material muss überdies extra entsorgt werden – auch hierzu laufen Prüfungen. Dadurch habe sich das Neubauvorhaben verzögert, dessen Bauzeit er mit zehn bis zwölf Monaten veranschlage, so Lohde. Der gleichzeitig bekräftigt: „Die Ausschreibungen sind durch, wir stehen in den Startlöchern.“

Bei der Bergischen Diakonie Aprath als Betreiber des künftigen Pflegezentrums mit geplanten 80 Plätzen fiebert man ebenso dem Start entgegen. Sprecherin Sabine Kall rechnet mit einem Einzug der Senioren nicht mehr im Spätsommer 2011. „Realistisch ist Herbst“, sagt Sabine Kall.

 
 

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