2014 gab es weniger Unfälle in Heiligenhaus als im Jahr zuvor

Ablenkung am Steuer – vor allem durch Handys, Navis und Co – ist laut Polizei eine Hauptunfallursache.
Ablenkung am Steuer – vor allem durch Handys, Navis und Co – ist laut Polizei eine Hauptunfallursache.
Foto: WAZ FotoPool
Die Kreispolizei Mettmann hat die Verkehrsunfallstatistik für 2014 vorgelegt. Der Kreis steht nach wie vor landesweit sehr gut da, auch in Heiligenhaus ist ein positiver Trend erkennbar.

Heiligenhaus..  Heiligenhaus liegt im Trend, zumindest was den Kreis Mettmann anbelangt. Denn während in Nordrhein-Westfalen die Unfallzahlen erneut angestiegen sind, kommen aus dem Kreis Mettmann deutlich positivere Meldungen: 12 757 Unfälle hat es kreisweit im Jahr 2014 gegeben, das sind 2,3 Prozent weniger als noch 2013. In Heiligenhaus verzeichnete die Polizei sogar einen Rückgang um 14,3 Prozent (in absoluten Zahlen: 97) auf 580 Unfälle.

Spitze ist der Kreis aber nicht nur bei den gemeldeten Unfällen – nur das Polizeipräsidium Hagen meldet ähnlich gute Werte. Spitze ist der Kreis auch bei der Aufklärung von Unfallfluchten. Bei fast der Hälfte dieser Fälle werde der Täter nämlich ermittelt, sagt Thomas Decken, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizei Mettmann. „Noch besser sieht es bei Unfallfluchten mit Personenschaden aus“, führt er weiter aus: „Hier können wir fast 80 Prozent der Fälle aufklären.“ Das sei der vierthöchste Wert in ganz Nordrhein-Westfalen. Erreicht habe die Polizei das unter anderem dadurch, dass „wir die ermittelnden Kollegen entlastet haben.“ Auch gebe es neue technische Möglichkeiten, den Tätern auf die Spur zu kommen: „Wir haben neue Mikroskope, mit denen können wir nun auch so genannte Mikro-Spuren besser auswerten.“

Aufklärungsquote ist hoch

Ein weiterer Trend im Kreis: Unfälle, an denen Kinder oder junge Erwachsene beteiligt sind, gehen zurück. Landrat Thomas Hendele und Thomas Decken führen das auch auf erfolgreiche Präventionsprogramme zurück: „Den Mobilitätspass für Kinder gibt es jetzt bereits im dritten Durchgang und die Aktion wird von Schulen und Kitas nach wie vor gut angenommen.“ Bei den älteren Kindern und Jugendlichen ist der Crash Kurs NRW stark gefragt, rund 3000 Schüler im Kreis wurden von Helfern und Opfern mit den Folgen von schweren Unfällen konfrontiert.

Und noch einen – allerdings eher traurigen – Trend gibt es, sagt Thomas Decken, Leiter der Direktion Verkehr: „Immer mehr Menschen setzen sich ans Steuer, obwohl sie vorher illegale Drogen konsumiert haben. Und das zieht sich quer durch alle Gesellschaftsschichten. Vom Anwalt bis zum Arbeiter. Das ist wohl auch gesellschaftlich anerkannt heutzutage, da sind sich alle einig.“ Alkoholfahrten gingen dagegen im Vergleich zurück. „Da gucken auch die Chefs inzwischen genauer hin, das wird nicht mehr so schnell toleriert wie früher.“


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