Zum Abschluss gab es Theater

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Die Ferien gehen zu Ende, der Ferienspaß auch – mit dem „verrückten Professor“ im Haus der Jugend.

Hattingen.  Eine ziemlich „verrückte“ Woche voller Zeitreisen und Abenteuer neigt sich dem Ende zu – denn das Mitmach-Theater-Projekt mit 18 Nachwuchs-Schauspielern feiert im Haus der Jugend Premiere. Es ist die letzte Aktionswoche, denn auch die sechs Wochen Sommer­ferien sind nun vorüber. Vor dem großen Auftritt herrscht Aufregung und Vorfreude bei den Teilnehmern, die sich ein letztes Mal vollkommen auf ihre Rollen konzentrieren.

Gleich zwei improvisierte Stücke bekommt das Publikum zu sehen – beide sind etwa 25 Minuten lang und handeln von Zeitreisen in verschiedene Wunschwelten. „Die Abenteuer und auch die Rollen des Stücks haben die Kinder selbst entwickelt, denn mit ihrer Vorstellungskraft tragen sie das Projekt“, erklärt der Theaterpädagoge Michael Kallweitt. Trotzdem gehören beide Stücke zusammen, denn die eine Gruppe spielt eine Reisegruppe, die mit dem verrückten „Professor Grigri“ in dessen Zeitmaschine in verschiedene Wunschwelten reist. Die andere Gruppe hingegen spielt die Bewohner dieser Welten, die zusammen mit der Prinzessin Zicki-Micki den Schlüssel für ihr Königsschloss suchen.

Angelina spielt eine Modedesignerin und kann sich gut mit dieser identifizieren, „denn ich stehe selbst gerne im Rampenlicht und gehe am liebsten shoppen“, so die Zehnjährige. Gemeinsam mit Aliza (11), die einen kriminellen Graffiti-Sprayer spielt, dem Bauernmädchen Romy (7), der Polizistin Luisa (10), der Schlafmütze Lucca (8) und den drei Jungs von der Comic-Bande probt die Gruppe ein letztes Mal alle Abläufe eine Stunde vor Premierestart. „Ich bin sehr aufgeregt und habe ein bisschen Angst, dass etwas schief geht oder ich den Text vergesse“, erzählt Angelina. Aliza hingegen ist nicht so aufgeregt, denn „wir haben lange geübt und sind sicher in unseren Rollen geworden“.

Während der Projektgruppe haben die Teilnehmer außerdem gelernt, selbst Verantwortung zu übernehmen. „Man konnte einen schönen Entwicklungsprozess beobachten, wie die Kinder immer mehr in dem Stück aufgegangen sind“, erklärt Michael Kallweitt nach den fünf Projekttagen. Und auch die Kinder fanden das Projekt sehr spannend, weil sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten.

„Außerdem haben wir uns gut kennengelernt und Freundschaften geschlossen“, erzählt Luisa. Da es sich um ein integratives Schauspiel handelt, steckt natürlich auch eine pädagogische Maßnahme dahinter. „Die Kinder und auch wie Erwachsenen haben gelernt, gegenseitig aufeinander zu reagieren und in Interaktion miteinander zu treten“, zieht Schauspielerin Tanja Hellwig alias Prinzessin Zicki-Micki ihr Fazit der Woche. Im Rahmen der Premiere warten um die 50 Zuschauer gespannt darauf, dass sich der Vorhang öffnet und die Nachwuchs-Schauspieler die Bühne betreten. „Ich habe meine Eltern eingeladen“, erzählt Romy Stolz.

 
 

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