Zeit für Kinder

Andreas Gehrke , Ursula Eckold, Dagmar Goch, Thekla Bieder , Jutta Kleinheisterkamp und Juliane Lubisch.
Andreas Gehrke , Ursula Eckold, Dagmar Goch, Thekla Bieder , Jutta Kleinheisterkamp und Juliane Lubisch.
Foto: WAZ FotoPool
Noch einmal die Welt durch Kinderaugen sehen: Der neue Verein Kipa vermittelt Patenschaften für hilfebedürftige Familien.

Hattingen..  Arbeiten, Haushalt, Kinder erziehen: Alleinerziehende Mütter und Väter, die das alles regeln müssen, können Unterstützung gut gebrauchen. Der neue Verein Kipa vermittelt Patenschaften für Kinder, um Eltern zu entlasten und den Kindern eine schöne Zeit mit ihren Paten zu ermöglichen.

Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren können mitmachen. Das geht so: Eltern, Kind und Pate vereinbaren eine regelmäßige Zeit, in der sich der Pate mit dem Kind trifft, sie zusammen spielen, lachen, lernen, Eis zusammen essen. Den Kindern zuhören, mit ihnen sprechen, darauf kommt es an. „Einen Ansprechpartner außerhalb der Familie zu haben, ist für Kinder wichtig“, sagt Mitgründerin Thekla Bieder, „Paten sind keine Erziehungsberechtigten oder Lehrer, eher so etwas wie liebe Omas oder Opas, die die Welt noch einmal mit den Augen eines Kindes sehen wollen.“ Talente der Kinder entdecken und Stärken fördern – Paten können sich positiv auf Kinder auswirken.

„Das Selbstbewusstsein wächst“, so Thekla Bieder. Nicht nur ältere Menschen können Paten werden. „Gerne auch Jüngere, die vielleicht keine kleinen Geschwister hatten. Ab 18 Jahren kann man Pate werden“, sagt Jutta Kleinheisterkamp.

Der Kontakt zu den Eltern des Kindes ist notwendig. „Wenn die Eltern nicht mitziehen, hilft das alles nichts“, so Thekla Bieder. Die Paten werden auf die Patenschaft vorbereitet. Wenn erwünscht, auch in Zusammenarbeit mit dem Hattinger Bündnis für Familien währenddessen begleitet.

Die Paten müssen Mitglieder im Verein sein. Über die Fördermitglieder sowie durch Sponsoren und Spenden finanziert sich Kipa. Die Mitglieder sehen sich als Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten wie Hattingen Solidarisch oder Merlin, die sich ebenfalls für Kinder einsetzen. „Jeder hat einen anderen Schwerpunkt, jeder andere methodische Zugänge und das ist gut so“, findet Andreas Gehrke von der Freiwilligenagentur. Thekla Bieder und Jutta Kleinheisterkamp haben einst bei Merlin gearbeitet. „Wir sind im Guten auseinandergegangen, wollen jetzt aber etwas Neues schaffen“, so Thekla Bieder. Kipa vermittelt bereits Kinder im Vorschulalter. „Wir fördern hingegen nicht die Nachhilfe oder den Turnverein von Kindern – wie es der Verein Merlin macht. Wir verschenken nur unsere Zeit.“

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