Welper wird jetzt umgebaut

Foto: www.blossey.eu
Die ersten Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzepts laufen an. Gespräche über den Verkauf des Amtshauses laufen – Arbeiten in der Gesamtschule ebenfalls.

Hattingen..  Der Stadtumbau in Welper hat sich etwas verzögert, doch nun wird es endlich losgehen: Regine Hannappel vom Fachbereich Stadtplanung und Stadtentwicklung stellte jetzt im Stadtentwicklungsausschuss 19 Maßnahmen vor, die in den kommenden Jahren bis 2020 umgesetzt werden sollen. Los geht es mit der Sanierung der Gesamtschule sowie einem Spielplatz- und Freiflächenprogramm. Zudem soll ein Stadtteil- und Leerstandsmanagement eingerichtet werden. ­Offen ist indes immer noch, wo Welpers Bürgerzentrum entsteht.

Favorisiert wird nach wie vor das alte Amtshaus am Marktplatz. „Es spricht viel dafür, alles dort zu belassen“, sagt Dezernent Jens Hendrix. „Ob das dann in einem städtischen Amtshaus oder in einem veräußerten und zurückgemieteten ist, werden wir sehen.“ Zurzeit führt die Stadt Gespräche über einen Verkauf, „doch es gibt noch nichts Konkretes“.

Bereiche wurden zusammengeführt

Im Integrierten Handlungs­konzept Welper wurden in der Zwischenzeit mehrere Maßnahmen zusammengeführt, etwa die für den Marktplatz, die Thingstraße und die Straße In der Hunsebeck. Begründung: Die Vorbereitung der Ausschreibung für die Umgestaltung habe einen engen inhaltlichen und räumlichen Zusammenhang dieser Bereiche ergeben – „eine einheitliche zusammenhängende Planung für den zentralen Versorgungsbereich wäre notwendig und hilfreich“.

Darüber hinaus solle ein Gestaltungshandbuch für die Gartenstadt-Siedlung von einem externen Büro erstellt werden. Es wird Grundlage für das Fassadenprogramm sein, das wiederum mit Fördermitteln unterstützt wird. Ziel: gartenstädtische Baukultur erhalten und das einst von Architekt Georg Metzendorf erschaffene Erscheinungsbild wiederherstellen. Die erforderlichen Modernisierungs-Maßnahmen durch die privaten Eigentümer sollen durch das Fassadenprogramm mit Landesmitteln gefördert werden.

Nachdem die Arbeiten an der Erik-Nölting-Grundschule gerade fertiggestellt wurden, steht nun aber erst einmal die Gesamtschule im Mittelpunkt. Ausgaben von 1,07 Millionen Euro sind geplant, 436 000 Euro werden aus städtischen Mitteln verbaut. Auf die Bewilligungsbescheide vom Land wartet die Stadtverwaltung noch. „Die energetischen Maßnahmen wurden deshalb zunächst zurückgestellt“, so Jens Hendrix. „An allem anderen arbeiten wir kräftig.“

Die Planung für die Umgestaltung des Bereichs Marktplatz wird ebenfalls in diesem Jahr beginnen, die Umsetzung läuft ab 2016.

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