Wahlschule statt Wahllokal

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool
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Der Trend geht weg von der traditionellen Gaststätte und hin zur öffentlichen Einrichtung. Bei der Landtagswahl kam bei der Suche erschwerend hinzu, dass Muttertag ist und es Kommunionsfeiern gibt.

Hattingen..  Veränderungen bei der Landtagswahl: Immer weniger Gaststätten stellen Räume als Wahllokal zur Verfügung, immer häufiger geht es in städtische Gebäude, vornehmlich Schulen (diesmal sind es 20) – so auch am Sonntag, 13. Mai. „Wir haben 44 197 Wahlberechtigte“, sagt Barbara Vogelwiesche vom Fachbereich für Ratsangelegenheiten, Wahlen und Logistik. „Die meisten Einwohner wählen in öffentlichen Gebäuden.“ Traditions-Gaststätten wie Silva in Niederbonsfeld oder Geldmann in Niederwenigern sind erstmals nicht dabei.

Verlorener Platz

„Früher blieben die Bürger nach der Wahl noch zum Mittagessen, heute lohnt es sich für die Wirte kaum noch. Sich als Wahllokal anzubieten, das ist für sie nur verlorener Platz“, erklärt Barbara Vogelwiesche. Weil es sich diesmal zudem um einen kurzfristig anberaumten Wahltermin handelt, gibt es weitere Kollisionen: „Es ist Muttertag und auch Kommunionen werden an diesem Sonntag gefeiert“, so Vogelwiesche. „Deshalb waren einige Lokale bereits ausgebucht.“

In Niederbonsfeld wählen die Anwohner nicht wie bisher im Gasthaus Silva, sondern im Gemeindehaus St. Engelbert (Kressenberg 2). In Niederwenigern wird ebenfalls nicht in der Gaststätte Geldmann gewählt, sondern im Seniorenzentrum St. Mauritius (Essener Str. 26). Statt im ev. Gemeindezentrum St. Georg wählen Anwohner in der Stadtmitte im Seniorentreff Kick (Augustastraße 11). „Das ist für die Wähler einfacher zu erreichen“, so Barbara Vogelwiesche.

Wahl in der Mensa

Für Bürger, die in der Realschule Grünstraße oder im Schulzentrum Holthausen wählen gehen, ändert sich nur, dass in der jeweiligen Mensa gewählt wird (erreichbar über den Schulhof) – statt im Foyer der Realschule oder den Pavillons des Schulzentrums.

„Briefwahl haben bisher rund 5700 Bürger beantragt, diese Anzahl ist normal. Es gibt eine Tendenz zu mehr Briefwählern“, so Barbara Vogelwiesche. Die ersten Briefwahl-Umschläge sind auch schon zurückgekommen. „Bis zum Freitag, 11. Mai, um 18 Uhr kann Briefwahl beantragt werden. Allerdings schicken einige Urlauber ihre Post aus China oder Australien zurück, da müssen wir hoffen, dass diese rechtzeitig im Rathaus ankommen.“

Portokosten 15 000 Euro

Die Portokosten für die Wahl betragen rund 15 000 Euro. Rund 500 Helfer sind bei der Wahl aktiv. Barbara Vogelwiesche: „Die vergangenen drei Wochen waren hektisch, weil Mitarbeiter im Urlaub sind. Bei einer normalen Wahl kann natürlich alles besser geplant werden.“

Die Parteien sind mehr oder weniger mit dem Wahlkampf zufrieden. Sie haben genug Helfer gefunden, um Infostände und Veranstaltungen zu organisieren. Direkte Gespräche mit Bürgern hat es viele gegeben.

Im Foyer des Rathauses wird am Wahlabend ein Beamer aufgebaut. Die eingehenden Ergebnisse und der Verlauf der Wahl werden von der Stadtverwaltung allen Interessierten präsentiert. Barbara Vogelwiesche: „Wir rechnen mit den ersten Wahlergebnissen spätestens um 18.30 Uhr.“

 
 

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