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Vorsicht vor dem Pollenflug

Foto: dpa
Zwischen Februar und August leiden viele Menschen unter Heuschnupfen.Die allergische Reaktion kann in jedem Alter auftreten und sogar zu chronischem Asthma führen
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Hattingen..  Der Frühling ist im Anmarsch. Die Sonne scheint, und viele Pflanzen beginnen zu blühen. Genau das ist für viele Hattinger ein Problem. Denn durch die blühenden Pflanzen fliegen reichlich Pollen durch die Luft, die Ursache für Heuschnupfen sind.

„Im Moment kommen schon einige Kunden zu uns, die Heuschnupfen haben“, bestätigt Margarethe Seipolt. Die Inhaberin der Apotheke am Rathausplatz versorgt die Leidenden mit Antihistaminen, die den entstandenen Schwellungen entgegenwirken. In den meisten Fällen sind Augen oder Nase betroffen und jucken oder schwellen an. Binde- und Schleimhaut reagieren allergisch auf die Pollen.

Schutz ist unmöglich

Schützen kann sich niemand gegen Heuschnupfen. „Selbst mit 90 Jahren kann man ihn noch bekommen“, weiß Seipolt. Die Pollen sind mikroskopisch klein und fast überall in der Atemluft. Kinder, deren Eltern sich mit Heuschnupfen herumplagen müssen, sind aufgrund der genetischen Veranlagungen öfter davon betroffen. „Manchmal vergeht der Heuschnupfen bei Kindern oder Jugendlichen auch, wenn sie erwachsen werden“, sagt Seipolt. Aber eben nur manchmal. Es ist ungewiss und nicht die Regel.

Die Apotheken-Inhaberin gibt allerdings Tipps für jeden, um die Pollenverbreitung geringer zu halten. „Man kann die Kleidung im Wohnzimmer ausziehen und lagern, um nicht im Schlafzimmer die ganze Nacht über die Pollen einzuatmen. Außerdem sollte man sich vor dem Schlafengehen auch die Haare gründlich waschen, in denen sich Pollen festsetzen können.“ Für PKW gibt es zudem Pollenfilter.

Alltag nach der Allergie richten

Wer weiß, in welchem Monat die Pollen fliegen, gegen die der eigene Körper allergisch reagiert, kann sich auch durch einen Urlaub danach richten. Grundsätzlich: An der See und in den Bergen ist der Pollenflug nicht so stark. „In diesem Jahr war das aber ja schwer vorherzusehen, wann der Frühling kommt. Da muss man eventuell flexibel sein“, sagt Seipolt. Den Alltag kann man auch nach dem Pollenflug richten und sich manchmal verstärkt im Haus aufhalten, um nicht so viele Pollen einzuatmen, etwa beim Sport.

Heuschnupfen kann auch gefährlich werden. Denn er kann sich zu chronischem Asthma entwickeln, wenn man ihm nicht durch Medikamente entgegenwirkt oder der Körper es nicht schafft, die Pollen aus eigener Kraft zu filtern. „Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Seipolt. Atemluft kann bei entzündeten Nasenschleimhäuten samt Pollen ungereinigt in die Bronchien gelangen. Kommt es zum chronischen Asthma, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Apotheken können dann erstmal nicht mehr viel helfen.

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Do, 19.07.2018, 13.49 Uhr