Vielfältige Verarbeitung

Jürgen Meilinger. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Jürgen Meilinger. Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Jürgen Meilinger baut bei Fahrzeugbau Bröckerhoff Anhänger zusammen und restauriert sie.

Hattingen..  „Meine Arbeit ist nicht immer schön. Sie ist auch mit Schmutz und Dreck verbunden, aber sie ist sehr vielfältig“, sagt Jürgen Meilinger. Er baut in der Firma Fahrzeugbau Bröckerhoff Anhänger und Lkw-Auflieger zusammen.

Der Bereich des Fahrzeugbaus ist groß. Viele Schritte führen zu einem Endergebnis. „Hauptaufgaben kann ich daher gar nicht nennen. Ich muss einfach alles machen. Kein Schritt nimmt gegenüber anderen mehr Zeit in Anspruch oder ist wichtiger“, erklärt Meilinger. Der 46-Jährige kümmert sich beim Zusammenbau der Fahrzeuge um die Installation der Elektrik, die gesamte Karosserie und um mechanische Einrichtungen. Ein Anhänger muss seine Grundform erhalten, die benötigten technischen Einrichtungen erhalten und für den Verkehr ausgestattet sein.

Als gelernter Kfz-Elektriker weiß Meilinger, worauf es in seinem Beruf ankommt. „Vor allem muss ich präzise arbeiten, damit die Normen eingehalten werden. Wenn die Maße nicht stimmen, passen die Einzelteile auch nicht zusammen“, sagt er. Es sei schon mal passiert, dass eine Bodenplatte eines Lkw-Aufliegers zu kurz geschnitten wurde. „Die musste ich natürlich komplett neu schneiden.“ Sonst stimmt die Konstruktion nicht.

Manchmal konstruiert der Hattinger auch selber. „Ich überlege beim Schweißen gerne ein bisschen, verbiege schon mal das Material und schaue, ob es passt“, sagt er. Denn ein gewisser Spielraum ist ihm dabei geboten. „Zur Not lassen sich Fehler dabei ganz einfach wieder beheben. Ich habe auch Pech, aber es kann nichts schiefgehen.“

Er arbeitet seit 1987 im Betrieb, hat direkt nach seiner Lehre angefangen und seitdem Erfahrung gesammelt. Ihm ist bewusst, dass es neben der Genauigkeit auf technisches Verständnis und die Festigkeit der Konstruktion ankommt.

„Jeder Tag ist eine neue Herausforderung für mich“, findet er. Denn je nach Kundenwunsch muss ein Anhänger individuell eingerichtet oder umgebaut werden. „Ich baue viel öfter ein Fahrzeug um als dass ich es komplett neu baue.“ Ein Neubau nimmt viel Zeit in Anspruch, dauert gut einen Monat. Alleine die Grundform steht erst nach mindestens zwei Wochen.

Daher restauriert Jürgen Meilinger oft während seines Arbeitstages. Er befestigt neue Scharniere, baut Klappeinrichtungen ein oder strafft den Draht, der die Planen hält. „So habe ich immer Abwechslung. Das ist das Schöne und deswegen fühle ich mich in meinem Beruf wohl.“

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