Vermarktung erst nach Beratung

Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
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Sportausschuss gibt die Wildhagen-Entscheidung zurück in die Fraktionen.

Hattingen..  Die Mitglieder haben nicht über die Vermarktung des Namensrechts für die Sportanlage im Wildhagen entschieden. Sie wollen zunächst noch einmal in den Fraktionen beraten, weil ihnen die Vorlage der Verwaltung erst wenige Tage vor der Sitzung zugestellt wurde. SPD und CDU signalisierten indes, bei ihrer Unterstützung für den TuS Hattingen und einem Ja zum Namen „Relaxgas Sportanlage Wildhagen“ zu bleiben.

Die Fraktion der Grünen/FWI kann sich mit der Entscheidung für Kunstrasenplätze in Hattingen und in diesem Fall auch noch der Vermarktung der Sportanlage nicht anfreunden. Barbara Holzapfel spricht von „einem Präzedenzfall“ und fürchtet, „dass künftig viele öffentliche Einrichtungen mit Werbe­trägern bespickt sind“.

Rainer Sommer (SPD) hält dagegen: „Ich sehe keine Gefahr, dass Grundschulen vermarktet und das Rathaus plakatiert wird.“ Er betont vielmehr, dass der Kunstrasen-Bau durch den TuS Hattingen – so er denn durch eine Vermarktung des Wildhagens zustande kommt – ein Geschenk für die Stadt sei. „Man muss ja sehen, dass der TuS ebenso wie die Sportfreunde Niederwenigern und der SuS Niederbonsfeld die Kunstrasen-Auflage der Stadt kostenlos überlässt.“

Ernst Matl (Grüne/FWI) wollte zudem noch einmal grundsätzlich Kunstrasenplätze in Frage stellen, vor allem auch vor dem Hintergrund der Aussage des ehemaligen Sportdezernenten Michael Lunemann, dass „erhebliche Kosten zur Pflege und Wartung anfallen“ (wir berichteten). Dies wurde vom Ausschussvorsitzenden Achim Paas (SPD) zurückgewiesen, weil „die Grundsatz-Entscheidung steht“.

Beraten wird die Vermarktung des Wildhagens noch einmal im Haupt- und Finanzausschuss am 12. Juni, die Entscheidung fällt letztlich im Stadtrat am 28. Juni.

Zudem stehen weitere Verhandlungen an – zwischen der Stadt, die alle Vereine gleich behandeln will, und dem TuS, der sich nach den Umzugsverträgen von 1970 in einer besonderen Position sieht. Die Rot-Weißen beteiligten sich damals mit 700 000 Mark an den Neubaukosten des Wildhagens.

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