Verdacht auf Chlorgas-Austritt an August-Bebel-Straße in Hattingen

Wegen Chlorgas-Verdachts war die August-Bebel-Straße in Hattingen am Mittwoch gesperrt. Die Feuerwehr aber konnte kein Chlorgas in der Luft feststellen. Am Abend gab es Entwarnung.
Wegen Chlorgas-Verdachts war die August-Bebel-Straße in Hattingen am Mittwoch gesperrt. Die Feuerwehr aber konnte kein Chlorgas in der Luft feststellen. Am Abend gab es Entwarnung.
Foto: Sabine Weidemann
Die Feuerwehr wurde am Mittwoch wegen des Verdachts auf Austritt von Chlorgas zur August-Bebel-Straße in Hattingen gerufen. Die Straße wurde gesperrt.

Hattingen. Wegen Verdachts auf den Austritt von Chlorgas musste die Feuerwehr am Mittwochmittag in Hattingen ausrücken. Die August-Bebel-Straße ist auf Höhe der ambulanten Reha-Klinik immer noch voll gesperrt. 200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Sieben Menschen wurden mit dem Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. „Das steht aber nicht unbedingt im Zusammenhang mit einem möglichen Austritt von Gefahrstoffen“, erklärt Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Vielmehr habe der Allgemeinzustand der Betroffenen die Helfer veranlasst, sie im Krankenhaus weiter versorgen zu lassen. Zwei Personen wurden wegen Atemwegsreizungen behandelt.

Noch unklar, ob gefährliche Stoffe ausgetreten sind

Am Abend aber zeigte sich, dass in der ambulanten Reha-Klinik offenbar doch kein Chlorgas ausgetreten war. Einsatzkräfte in luftdichten Spezialanzügen hatten das Gebäude untersucht und Messungen durchgeführt. Der Verdacht auf Chlorgas bestätigte sich nicht, teilte die Feuerwehr mit. Aufgrund der unklaren Situation waren Rettungsmittel aus dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis nach Hattingen beordert worden. „Das ist das bei ABC-Einsätzen übliche Vorgehen“, so Herkströter.

Die etwa 200 Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Meldung in dem Gebäude befanden, waren zur Turnhalle Bismarckstraße gebracht und dort versorgt worden. Weil es sich um Patienten der Reha-Klinik handelt, also zumeist frisch operierte Menschen, wurden zahlreiche Rettungswagen für den Transport angefordert. Die übrigen Patienten wurden mit zwei Linienbussen in die Turnhalle gebracht.

Auf Ergebnis der Messungen waren

Für die Umgebung der Reha-Klinik schloss die Feuerwehr von Anfang an eine Gefährdung aus. Außerhalb des Gebäude gebe es keine Hinweise auf gefährliche Stoffe.

Bei dem Großeinsatz waren 150 Retter vor Ort. Drei Hubschrauber landeten auf dem Gelände der Feuerwache. Sie transportierten aber keine Verletzten, sondern brachten Notärzte an den Einsatzort.

 
 

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