Umweltminister: „Veggie-Day“ war ein guter Ansatz

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchlos hinnehmen.“ Unter diesem Motto diskutierten die Kreis-Grünen am Sonntag bei ihrem Neujahrsempfang in Witten. NRW-Umweltminister Johannes Remmel hob als Gastredner den Klimaschutz hervor.

„Hier gibt es einen Rückgang“, sagte Remmel in der Grünen-Geschäftsstelle an der Bergerstraße. Die Maßnahmen müssen konkreter werden: Statt über Strompreise zu diskutieren, könnte jeder einzelne Bürger seine Heizungspumpe austauschen und so Energie und 100 Euro im Jahr sparen. Als zweite Herausforderung sieht Remmel den Artenschutz: „Dieses Thema wird in zehn Jahren ganz sicher genauso diskutiert wie jetzt der Klimaschutz.“ Auch Probleme der Ressourcen-Knappheit und der steigenden Weltbevölkerung hieße es anzugehen. „Alle können sich beteiligen, indem sie etwa am Online-Dialog teilnehmen“, so der Minister.

„Wir nutzen nur 45 Prozent der Getreideernte für die direkte Ernährung. Wir essen zu fleischintensiv. Der Veggie-Day war eigentlich ein guter Ansatz“, so Remmel. Auch das vegetarisch-vegane Menü seiner Gastgeber befürwortete er.

Die Landtagsabgeordnete Verena Schäffer sieht die nachwachsende Generation vernachlässigt: „Ihr würde ein Fortschritt in der Bildung und beim Thema Klima zugute kommen.“ Kreisvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk blickt nach dem Rückschlag bei der Bundestagswahl positiv auf die Kommunalwahl im Mai: „Wir haben eigene Fehler gemacht, diese gesehen und wollen es nun besser machen. Wir schauen auf Probleme vor Haustür. “

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