Tümpel erweitert ökologische Vielfalt

Nabu-Mitglieder im Arbeitseinsatz: Für die Gestaltung eines kleinen Teiches in der Ökozelle Hölter Kamp griffen sie zum Spaten – und entfernten Schutt.
Nabu-Mitglieder im Arbeitseinsatz: Für die Gestaltung eines kleinen Teiches in der Ökozelle Hölter Kamp griffen sie zum Spaten – und entfernten Schutt.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Die Ökozelle Hölter Kamp soll später auch Kindergartengruppen zur Verfügung gestellt werden. Zurzeit wird die der HWG gehörende Fläche von Mitgliedern des NABU gestaltet. Das neueste Projekt ist der Bau eines Tümpels. Die Vorarbeiten brachten einige Überraschungen.

Hattingen..  Inmitten der Ökozelle Hölter Kamp wird gerade wieder mit vereinten Kräften gearbeitet: Es entsteht ein Tümpel. Die Fläche gehört der Hattinger Wohnungsgenossenschaft HWG, in Kooperation mit dem ­Nabu Hattingen wird sie seit etwa zwei Jahren zur Ökozelle umgewandelt. Nach und nach wurden bereits Obstbäume gepflanzt, Zäune gebaut und Nistkästen angebracht. Das neueste Projekt ist der Bau eines Tümpels.

Steine werden aufgeschichtet

Zuerst wurde für diesen mit Hilfe eines Baggers eine etwa einen Meter große Grube gegraben. Damit die Ufer flach sind, mussten die aktiven Mitglieder des Nabu nun auch noch selbst zum Spaten greifen. Während die einen Erde schaufelten, entsorgten die anderen Schutt, welcher beim Graben zutage getreten war. „Wir haben Glas, Eisen und Steine gefunden“, sagte Thomas Griesohn-Pflieger, Projektleiter der Ökozelle Hölter Kamp. „Wo das alles herkommt, wissen wir auch nicht.“

In jedem Fall aber machen die Nabu-Mitglieder das Beste daraus: Die Steine werden gesammelt und aufgeschichtet – ein potenzieller Lebensraum für Amphibien und Reptilien entsteht. Ein spezielles Teich-Vlies bietet den Untergrund für die Teichfolie. Ist die Grube erst einmal mit Regenwasser befüllt, nehmen die Naturfreunde die Ufer-Bepflanzung in Angriff.

Erst vor kurzem haben sie eine Hecke um das Gelände herum gepflanzt: Von deren Beeren ernähren sich Vögel. Die zahlreichen Obstbäume auf der Wiese wurden umzäunt, um sie vor den weidenden Ziegen zu schützen. Nach und nach wird die Ökozelle erweitert, auch mit dem Tümpel soll in ihr Vielfalt gefördert werden. „Aus dem Tümpel trinken Vögel, mit der Zeit werden sich auch Libellen und Molche ansiedeln“, so Griesohn-Pflieger.

Das Gewässer hat keinen Zufluss, wird nur durch Regenwasser gespeist. Die Naturfreunde gehen davon aus, dass die Grube spätestens im Winter gefüllt sein wird. Im Sommer kann der Tümpel bei lange andauernden Hitzeperioden auch mal austrocknen. „Hier entsteht eine tolle Fläche“, so Griesohn-Pflieger. Später soll sie u. a. von Kindergruppen besucht werden können.

 
 

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