Tippelstraße in Hattingen bleibt Schlagloch-Strecke

Die Tippelstraße ist in einem schlechten Zustand. Seit Jahren ist hier eine Sanierung nötig. Allein der Stadt fehlt das Geld, um die Fahrbahn zu erneuern.Foto:Volker Speckenwirth
Die Tippelstraße ist in einem schlechten Zustand. Seit Jahren ist hier eine Sanierung nötig. Allein der Stadt fehlt das Geld, um die Fahrbahn zu erneuern.Foto:Volker Speckenwirth
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Die CDU Niederbonsfeld weist die Stadt auf die Verkehrsicherungspflicht hin und mahnt die Sanierung an. Die Bauverwaltung sieht den Bedarf, hat aber kein Geld. Die Fahrbahn soll erst 2018 erneuert werden.

Hattingen..  Stefan Bahr schlägt Alarm. Der Vorsitzende der CDU in Niederbonsfeld nimmt den Zustand der Tippelstraße ins Visier und hat Dagmar Goch einen Brandbrief geschrieben. „Nach unseren Erfahrungen und aufgrund immer häufiger laut werdender Klagen und Beschwerden der Bürgerschaft ist das Befahren der Straße nicht nur unzumutbar, sondern auch gefährlich geworden“, heißt es in dem Schreiben an die Bürgermeisterin. Vor allem im kurvenreichen und abschüssigen Teil der Strecke zur Isenbergstraße hin habe sich der Zustand der Fahrbahn weiter verschlechtert.

Unfallgefahr auf der Gegenfahrbahn

„Sie ist zum Teil dermaßen mit Löchern übersäht, dass bereits Fahrzeugschäden eintreten und Unfälle nicht mehr auszuschließen sind“, mahnt Stefan Bahr. Und weiter: „Eine Unfallgefahr besteht allein schon deswegen, weil immer mehr in Richtung Niederbonsfeld fahrende Autofahrer die rechte Fahrspur verlassen und die weniger von Schlaglöchern betroffene hangseitige Fahrbahn des Gegenverkehrs befahren. In dem sehr kurvenreichen Abschnitt der Frage ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der erste Frontalzusammenstoß erfolgt.“

Der CDU-Ortsverband erinnert die Stadtspitze an ihre Verkehrssicherungspflicht und geht davon aus, dass die Kontrollen im Fall der Tippelstraße vernachlässigt worden sind. Nun müsse umgehend gehandelt werden. „Eine großflächige Ausbesserung der stellenweise völlig unebenen Buckelpiste ist unumgänglich“, schreibt Stefan Bahr und fordert, die für 2018 geplante Sanierung der Tippelstraße verbindlich vorzuziehen.

Prioritätenliste

Die Stadtverwaltung sieht das Problem, hält aber an der aktuellen Prioritätenliste fest. „Der Sanierungsbedarf an der Tippelstraße ist nicht zu leugnen. Das gilt aber auch für andere Strecken im Stadtgebiet“, sagt Baudezernent Jens Hendrix. Die Politik habe die Zeitplanung der Instandsetzungsmaßnahmen so beschlossen, die Stadt für darüber hinausgehende Maßnahmen kein Geld. Hendrix verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Bautrupps der Stadt auch an der Tippelstraße immer wieder mal die übelsten Schlaglöcher mit Kaltasphalt stopfen.

Und: Die Stadt habe Hinweisschilder aufgestellt, die auf die Gefahren hinweisen, und zudem Tempo-30-Bereiche ausgewiesen. Den Christdemokraten reicht das nicht. Stefan Bahr hatte zuletzt im März 2014 auf „die unhaltbaren Zustände an der Tippelstraße“ hingewiesen und dringend gebeten, „die Instandsetzungsarbeiten jetzt kurzfristig in Angriff zu nehmen und keine ,Flickschusterei’ durchzuführen.

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