Theologin auf der Spur von Frauen-Freundschaften

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Auf dem Frauentag der Kirchenkreise wirbt Christina Brudereck für gegenseitiges Vertrauen.

Sprockhövel..  Schwestern, lästern ist von gestern“ – der Spruch stammt von der Theologin Christina Brudereck. Sie war zu Gast beim Frauentag der evangelischen Kirchenkreise Hattingen-Witten und Schwelm im Gemeindehaus am Perthes-Ring unter dem Motto „Frauen Vertrauen“.

„Liebe deine Nächste, liebe sie wie dich selbst.“ Dieser Idee spürte Brudereck, die Gedichte und Prosatexte zu spirituellen Themen schreibt, in ihrem Vortrag am Vormittag nach. Am Nachmittag sponnen die Teilnehmerinnen die Gedanken in Workshops, bei kreativem Tanz oder christlichem Yoga weiter.

Christina Brudereck gesteht: „Ich wünsche mir eine Freundin, Gott, habe ich oft gebetet“. Im Heimatdorf der Referentin habe es keine gleichaltrigen Mädchen gegeben. Auch kam der Theologin der Gedanke, vielleicht sei Gott ja die allerbeste Freundin.

Das Verhältnis von Frauen untereinander beschreibt sie als empfindlich, nachtragend, unsicher. Frauen seien einander wie Giftspritzen, aber auch Quelle der Kraft. „Liebe Frauen, hören wir auf, zu verurteilen“, appellierte sie an das durchweg weibliche Publikum. „Viele Männer beneiden uns doch um unsere engen Beziehungen: Wir gehen sogar zu zweit auf’s Klo.“

Etwas Wunderbares sei das beständige Vertrauen eine Freundin, mit der man bei einem Wiedersehen nach noch so langer Zeit sofort über alles sprechen kann, findet die 44-Jährige. „Liebe dich selbst und dein Leben“, ist die Botschaft, die Brudereck vermitteln will. Denn wer mit sich selbst nicht im Reinen sei, könne auch keine gute Freundin sein.

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