Stimmung in der Industrie ist gedämpft

Foto: Ingo Otto

Die konjunkturelle Belebung im mittleren Ruhrgebiet setzt sich fort. In Teilbereichen hat sich das Wachstumstempo im Vergleich zum Jahresbeginn aber verlangsamt. Dies stellt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet aufgrund ihrer aktuellen Unternehmensbefragung fest, an der sich mehr als 220 Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe aus dem mittleren Ruhrgebiet (Bochum, Hattingen, Herne und Witten) beteiligten. „Es geht weiter aufwärts. Aber mit Hindernissen“, kommentiert Christoph Burghaus, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK die Entwicklung.

Getragen wird die Konjunktur von der Binnennachfrage. Der Export zeigt dagegen vermehrt Schwächen. Aufgrund der ungünstigeren Bedingungen im Auslandsgeschäft verspüren vor allem die Industrieunternehmen stärkeren Gegenwind. Das verhaltene Wachstum in China, die Nachfrageschwäche in Russland und Brasilien sowie Unsicherheiten auf europäischen Absatzmärkten wie in der Türkei und in Großbritannien hinterlassen Wirkung, so die IHK.

Stabile Verbrauchsnachfrage

Der Handel kann sich dagegen auf eine relativ stabile Verbrauchsnachfrage verlassen, auch wenn die Geschäftsentwicklung in etwas ruhigeren Bahnen verläuft.

Insgesamt beurteilen 42 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 44 Prozent als befriedigend und 14 Prozent als schlecht. Zum vergleich: Anfang des Jahres bewerteten noch 89 Prozent ihre aktuelle Lage als „gut“ oder „befriedigend“. Dagegen werden die Zukunftsaussichten jetzt etwas optimistischer eingeschätzt: 23 Prozent erwarten eine Geschäftsbelebung.

 
 

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