Sternsingern fehlt der Nachwuchs

Ben, Sophia, Leo, Alexander, Franka und Lenja waren als Sternsinger in der Hattinger Innenstadt unterwegs.
Ben, Sophia, Leo, Alexander, Franka und Lenja waren als Sternsinger in der Hattinger Innenstadt unterwegs.
Foto: Funke Foto Services
In Welper gibt es in diesem Jahr keine Haustürbesuche. Auch evangelische Kinder laufen in Hattingen als Heilige Drei Könige mit .

Hattingen..  Die Sternsinger sind unterwegs. In diesen Tagen ziehen wieder als die Heiligen Drei Könige verkleidete Kinder von Tür zu Tür, um zu singen, Spenden zu sammeln und den Segen 20*C+M+B+15 zu verteilen. Und obwohl längst nicht mehr allein katholische Kinder unterwegs sind, gelang es in diesem Jahr nicht überall, genügend Sternsinger zu mobilisieren.

Die Welperaner müssen auf die Besuche an der Haustür verzichten. „Nur drei Kinder hatten sich angemeldet“, weiß Pastor Mirco Quint. Und weil die nicht den Stadtteil abdecken können, wurden ihre Auftritte auf die vergangenen Gottesdienste beschränkt.

In Niederwenigern können in diesem Jahr nicht alle Straßen besucht werden. Deshalb hatte die Gemeinde Listen ausgelegt, in denen Besuchswünsche angemeldet werden konnten.

Weniger Kinder als im Vorjahr haben sich auch in der Gemeinde St. Peter und Paul angemeldet. 34 waren es für die Bereiche Hattingen Mitte und Holthausen, erklärt Klaus Paulus, die die Aktion in der Gemeinde organisiert. Im Jahr 2014 hatten sich noch 45 Kinder gemeldet. „Ich sehe da aber keinen Trend. Wir hatten auch schon mal weniger“, betont Paulus.

Eine Unterscheidung nach evangelischen und katholischen Sternsingern wird in der Gemeinde schon lange nicht mehr gemacht. „Wer angemeldet ist, kann mitlaufen. Zum Teil kommen die Kinder aus einer Klasse. Da machen wir dann keine Unterschiede. Wir klingeln ja auch überall“, kommentiert Klaus Paulus. „Wer aufmacht, bekommt den Segen.“

Der wird übrigens vielfach nicht mehr mit Kreide angebracht, sonder als Aufkleber – weil die Kreide an Plastiktüren nicht haftet oder auf weißem Untergrund kaum sichtbar ist. 800 solche Klebesegen hat die Gemeinde St. Peter und Paul geordert. Wer will, kann aber auch die traditionelle Kreide-Variante bekommen.

Am heutigen Dienstag sind die Sternsinger noch in Winz-Baak unterwegs. Am Samstag ziehen sie durch Niederwenigern und am Sonntag durch Niederbonsfeld und Nierenhof und auf Anfrage kommen sie auch nach Elfringhausen. In Holthausen müssen die Laufgebiete im nächsten Jahr neu aufgeteilt werden. „Das Gebiet ist so groß geworden, da werden wir fünf draus machen“, sagt Klaus Paulus.

Gesammelt werden die Spenden übrigens wieder für Kinder in der Dritten Welt. Mehr als 1800 Projekte in 100 Ländern wurden in vergangenen Jahr unterstützt. Beispielland, aber nicht allein begünstigt, sind in diesen Jahr die Philippinen.

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