Stadtmuseum will 2015 solo weitermachen

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Verwaltung schlägt Kulturausschuss neues Konzept für die Wechselausstellungen und das Ende der Kooperation mit Witten vor, die sich nicht bewährt habe. Fraktionen beraten. Warten auf Details.

Hattingen.  Die Verwaltung wird dem Kulturausschuss vorschlagen, die Kooperation mit dem Märkischen Museum Witten nicht weiter fortzuführen und eine neue Konzeption zu erstellen – besonders zum Wechselausstellungsprogramm. Die Reaktionen aus der Politik darauf sind noch verhalten. Die Vorsitzenden der Fraktionen wollen das Thema erst noch in Sitzungen besprechen. Achim Paas stellt sich aber für die SPD weiter hinters Stadtmuseum in Blankenstein.

Die CDU möchte sich zu dem Thema derzeit nicht äußern. „Wir haben am Dienstag Fraktionssitzung“, vertagt Vorsitzender Gerhard Nörenberg am Montag eine Antwort. Achim Paas hat derzeit noch keine Hintergrundinformationen und möchte erst die Pläne der Verwaltung detailliert kennenlernen, steht aber nach wie vor hinter dem Museum in Blankenstein: „Ich kann mir weiterhin nicht vorstellen, diese Einrichtung aufzugeben.“

Der Kulturausschuss wird sich mit der Angelegenheit in seiner Sitzung am 16. September befassen. „Wenn der Kulturausschuss so beschließt, endet der Kooperationsvertrag vertragsgemäß mit der letzten Ausstellung. Ab März 2015 wäre das Hattinger Stadtmuseum wieder eigenständig“, teilt Susanne Wegemann vom Presseamt der Stadt mit.

Folgt der Ausschuss den Vorstellungen der Verwaltung, würde es „eine Verlängerung der Kooperation im gegenseitigen Einvernehmen nicht geben“, so Wegemann. „Die Kooperation hat sich in der Praxis nicht bewährt. Eine Rückzahlung fällt nicht an.“ Die Vorlage wird am kommenden Donnerstag, 28. August, verschickt. „Einzelheiten ergeben sich daraus“, so die Pressestelle der Stadt.

Fraktionschef Gilbert Gratzel will sich noch mit seiner FDP beraten. Die Entwicklung ist für ihn keine Überraschung, „ich wusste das schon recht lange“. Persönlich hat er eine Meinung, tut sie aber noch nicht kund. Jetzt gehe es darum, Perspektiven zu entwickeln. Zu diskutieren, was mit dem Kleinod in Blankenstein geschehen soll, „mit dem sich der Bürger identifiziert“, ob es privatisiert werden soll oder nicht.

Beigeordnete Beate Schiffer verweist auf die „umfangreiche Stellungnahme“ für den Kulturausschuss. Nicht richtig sei, dass das Stadtmuseum aufgrund von Personalmangel seiner Verpflichtung nicht nachkommen konnte, Witten im Bereich Museumspädagogik zu unterstützen. Es sei nie um praktische Arbeit gegangen, sondern um den Austausch von Kenntnissen. Auch der Wittener Museumsleiter Dirk Steimann habe Hattinger Ausstellungen in Witten geplant.

 
 

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