St. Georg lädt an eine lange Tafel

Guten Abend zum Gottesdienst mit Abendmahl: Die Begrüßung macht den Gottesdienst in St.Georg sehr persönlich.
Guten Abend zum Gottesdienst mit Abendmahl: Die Begrüßung macht den Gottesdienst in St.Georg sehr persönlich.
Foto: WAZ FotoPool
Evangelische Kirchengemeinde feiert Abendmahl ganz besinnlich.

Hattingen..  Dieses Mal wird nicht in, sondern zwischen den Sitzreihen der Kirche Gottesdienst gefeiert: Denn in den Gängen der St. Georgs-Kirche sind an diesem Donnerstagabend lange Tischreihen aufgebaut. Mit weißen Tischdecken ausgelegt, werden sie vom Schein dicker, weißer Blockkerzen erhellt, die zur Erinnerung an den Dornenkranz, mit dem Jesus in den Stunden vor seinem Tod gemartert wird, von stacheligen Rosensträuchern umringt werden.

„Wir kommen heute zusammen, um Gottesdienst zu feiern.“ Pfarrer Udo Polenske hat den Platz direkt vor dem Altar eingenommen, mittig in den Tischreihen. „Falls Ihr es noch nicht getan habt, so sagt Eurem Sitznachbarn doch guten Abend.“ Schon regt es sich in der sonst so stillen Kirche und die rund 80 Gläubigen begrüßen sich. Das ist der Auftakt zu einem sehr persönlichen Gottesdienst, der nicht zuletzt dadurch Nähe schafft, dass die Gebete und Fürbitten von Presbytern und Gemeindemitgliedern gesprochen werden, die im gesamten Kirchenschiff verteilt sitzen. Neben den Liedern als Bestandteil eines jeden Gottesdienstes tragen Kirchenmusikerin und Organistin Maria Christina Witte und Esther Linsel am Cello zur musikalischen Gestaltung bei. Mit Werken von Archangelo Corelli, Antonio Vivaldi oder Ernest Bloch untermalen sie die jeweilige Stimmung in der Gemeinde, spielen bedächtige Töne im Anschluss an die Fürbitten, Fröhlicheres als Hintergrundmusik beim Einsammeln der Kollekte.

Dann das Abendmahl: Pfarrer Udo Polenske ist aufgestanden und hält das Brot in die Höhe. „Das ist der Leib Jesu, der für Dich gegeben wurde,“ sagt er, gibt das Brot weiter, hält den silbern glänzenden Kelch nach oben. „Und das ist das Blut Jesu, das für Euch vergossen wurde.“ Nachdem Brot und Wein als Symbole für Jesu Aufopferung für die Seinen unter den Gläubigen gereicht wurden, ergreift Polenske noch einmal das Wort.

„Nun möchten wir gemeinsam mit Euch essen.“ Unter den weißen Servietten auf den Tischen liegen verschiedenste Käsesorten und Trauben, auch Brot wird gereicht, so kann die Gemeinde herzhaft zulangen, sich angeregt mit den Tischnachbarn unterhalten, Gemeinschaft genießen.

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