Spuren einer vergangenen Zeit

Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Heimatverein zeigt Ausstellung „Zwischen Fund und Dichtung: Die Steinzeit in Hattingen an der Ruhr“ im Bügeleisenhaus.

Hattingen..  Unscheinbare Steingebilde und spitze Faustkeile, riesige Mammutzähne und Knochen – Stumme Zeitzeugen erzählen die Geschichte einer längst vergangenen Epoche. Unter dem Titel „Zwischen Fund und Dichtung: Die Steinzeit in Hattingen an der Ruhr“ präsentiert der Heimatverein im Bügeleisenhaus jetzt eine Ausstellung rund um die Frühgeschichte unserer Region.

„Die Steinzeit fasziniert“, beschreibt Heimatforscher und Ausstellungskurator Lars Friedrich seine Begeisterung für das Thema der Ausstellung: „Wir haben ein Thema gefunden, das viele Menschen interessiert.“ Auf zwei Stockwerken finden Besucher nicht nur Fundstücke aus Hattingen und Umgebung, sondern können sich zudem durch detailgetreue Nachbildungen ein Bild vom Leben unserer Vorfahren machen.

„Da wir mit der Ausstellung besonders Familien und Schulklassen ansprechen wollen, haben wir alles sehr anschaulich gestaltet“, erklärt Friedrich und deutet auf die Exponate. In den Vitrinen lagern steinerne Fundstücke aus Holthausen und Welper. „Die größte Fundstelle unserer Stadt liegt in Holthausen“, weiß Experte Friedrich und verweist auf die Steinkastengräber auf dem Holthauser Höhenrücken. Doch auch im benachbarten Welper haben unsere Vorfahren ihre Spuren hinterlassen.

In einer Vitrine gegenüber liegt der Zahn einer Mammutkuh. „1961 wurde er bei Bauarbeiten am Gemeinschaftswerk gefunden“, berichtet Friedrich. Neben den Überresten aus der Steinzeit finden sich im Raum ebenfalls Relikte aus der folgenden Bronzezeit. „Wir haben viele Leihgeber für unsere Ausstellung gewonnen“, freut sich der Kurator.

Beherbergt der eine Raum Funde und Relikte, steht ein weiterer Raum im Innern des Bügeleisenhauses ganz im Zeichen der Dichtung. „Hier steht der Horkenstein im Mittelpunkt“, erklärt Friedrich und deutet auf Zeichnungen und Bilder an den Wänden. Seit Jahrhunderten inspiriert der „mythologische Opferstein“ Autoren und Forscher zu Sagen und Geschichten.

An einer Hörstation können sich Interessierte in die Fantasiewelt verschiedener Autoren entführen lassen: „Der Hattinger Schauspieler Ernst August Schepmann hat Gedichte rund um den Horkenstein eingelesen.“ Doch auch die jüngsten Hattinger kommen zu Wort: In einem Video erzählen Grundschüler aus Holthausen, was sie über die Steinzeit wissen.

Für Kinder bietet der Heimatverein in seiner Ausstellung außerdem einen „Steinzeitspielplatz“: Hier können die jüngsten Steinzeit-Experten malen, lesen und basteln.

 
 

EURE FAVORITEN