Spielstätte für Jung und Alt in Hattingen

Die langjährige Spielplatz-Patin Heidi Pamp freut sich, dass die neuen Geräte von den Kindern gut angenommen werden und der Spielplatz Hombergsegge in neuem Glanz erstrahlt.Foto:Christian Werth
Die langjährige Spielplatz-Patin Heidi Pamp freut sich, dass die neuen Geräte von den Kindern gut angenommen werden und der Spielplatz Hombergsegge in neuem Glanz erstrahlt.Foto:Christian Werth
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Der Spielplatz Hombergsegge wurde jetzt für 26 000 Euro saniert. Die Stadt setzt dabei auf eine Generationen übergreifende Nutzung.

Hattingen..  Dutzende Kinder erklimmen voller Begeisterung Kletterwand, Rutschturm und Schaukel. So voll war es auf dem Spielplatz an der Hombergsegge schon lange nicht mehr. Kein Wunder – schließlich wurde die Spielstätte einer Frischzellenkur unterzogen und präsentiert sich jetzt mit neuen Spielgeräten. Dabei setzt die Stadt auf eine Generationen übergreifende Nutzung.

„Seit dem Umbau wird der Platz wesentlich stärker frequentiert. Bei gutem Wetter sind es oft um die 20 Kinder“, weiß auch die langjährige Spielplatz-Patin Heidi Pamp zu berichten. In den Wintermonaten hatte der Spielplatz brach gelegen. Neben einem neuen Kletterturm für die Älteren und einer Nestschaukel für die Kleinsten sind jetzt auch die beiden Holzhäuser saniert worden. Zudem sollen in den nächsten Monaten zwei Federwipptiere hinzukommen. Diese sollen durch elterliche Sponsorengelder finanziert werden, wozu es am Freitag, 12. Juni, von 15 und 17 Uhr ein Spielplatzfest geben wird.

Bei der Wahl der Spielgeräte hat man sich bewusst für Aluminium entschieden. „Mit Holz haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Alu ist zum einen vandalismussicher und zum anderen auch pflegeleichter“, begründet Olaf Jacksteit vom städtischen Jugend-Fachbereich.

Der rund 26 000 Euro teure Spielplatz-Umbau kommt jedoch nicht nur dem Nachwuchs zu Gute, sondern kommt sogar generationsübergreifend daher. Schließlich wurde im Randbereich des Spielplatzes eine zweite Boule-Bahn errichtet und die bestehende saniert. „Die locken regelmäßig Senioren auf die Anlage“, verrät Pamp. Die marode Tischtennisplatte musste dafür weichen, wobei deren Nutzung ohnehin stark zurückgegangen sei – denn die Jugendlichen Spieler fehlen. „Die Bedarfssituation der Spielflächen verändert sich. Hier zeigt sich der demografische Wandel“, kommentiert der städtische Pressesprecher Thomas Griesohn-Pflieger die zunehmend generationsübergreifende Nutzung.

Dass auch andere Spielplätze sanierungsbedürftig sind, ist der Stadt bewusst. „Wir wissen um den Bedarf und haben etliche Plätze auf der Liste“, erklärt Solveig Holste vom Fachbereich Stadtbetrieb und verweist auf die begrenzten Finanzmittel. Allerdings seien die Planungen, diese Liste nach und nach abzuarbeiten, in vollem Gange. Ein großes Problem stelle indes Vandalismus dar, informiert Jacksteit und hofft aus Präventionszwecken weitere Spielplatz-Paten gewinnen zu können. So gibt es für die rund 60 Spielstätten aktuell nur noch zehn Paten.

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