Sphärische Klänge zu Musik-Märchen

Foto: WAZ FotoPool
Ungewöhnliches Konzert im Raum der Stille mit Jessica Burri zur Entspannung und Beruhigung

Hattingen.. Ungewöhnlich ist dieses Konzert, meditativ, spirituell und der Eintritt in eine völlig andere Welt. In eine so ferne, fremde Welt, dass man dort irgendwo – ganz weit weg von allen Problemen – ankommt.

Und obwohl jeder die gleichen Töne hört, assoziiert jeder andere Bilder, jeder eine andere kleine Geschichte in seinen Gedanken. Die amerikanische Musikerin Jessica Burri (57) spielte im Raum der Stille des Evangelischen Krankenhauses auf einer indianischen Flöte und begleitete ihren Soprangesang selbst, indem sie auf dem Dulcimer spielte, einem historischen Saiteninstrument aus England.

Dies ist kein Konzert, bei dem man zwischendurch klatscht und jubelt – das ist Musik der Sphäre. Hier schließen die Zuhörer die Augen und lauschen dem musikalischen Märchen. „St. Barbara bleib bei uns, bring Licht in die Dunkelheit“, spricht Jessica Burri laut. Eine andere Frau schöpft Wasser aus einem großen Krug und lässt es zurück fließen, es tropft und plätschert. Helle Töne wie vom Glockenspiel erklingen, operettenhaft singt die Musikerin. Bilder entstehen bei den Zuhörern: Ein kleiner Wasserfall, der aus der Felswand rinnt, ein badender Engel vom Nebel umhüllt.

Die Musik ist so berauschend, intensiv und außergewöhnlich, dass man an nichts Alltägliches mehr denken kann. Genau das ist gewollt. „Das Konzert soll Entspannung, Heilung verschaffen, die Menschen beruhigen und zur Ruhe kommen lassen“, erklärt Jessica Burri.

Pfarrer Wilfried Ranft: „Im Raum der Stille finden sonst Gottesdienste, Andachten und Meditationen statt. Dieses Konzert ist eine Premiere und von der Seelsorge gewollt.“ Die Patienten des Krankenhauses nutzen das Angebot. Eine Frau mit Krücken faltet die Hände vor dem Bauch zusammen, lehnt sich zurück und atmet tief durch.

Orientalisch klingen die Melodien, verträumt, fantasievoll. In den Köpfen entsteht eine Landschaft, eine weite Wüste, Ödnis, kahle Zweige. Das dunkle Summen der Klangschalen kommt dazu. Langsam wird der Regenstab auf und ab bewegt, zwei Steine schlagen gegeneinander, die Klangschalen erzeugen Schwingungen. „Jesus spricht: Ich bin der Weg, gehe ihn. Jesus spricht: Ich bin die Wahrheit, lebe sie“, hört das Publikum.

Diese Musik ist abstrakt und künstlerisch, trifft sicherlich nicht jeden Geschmack und ist vielleicht auch nicht für jeden Tag geeignet, doch sie regt die Vorstellungskraft an, lässt die Gedanken schweifen und schafft Besinnung, ermöglicht eine Flucht vor dem stressigen Alltag. „Dieses Konzert ist sehr passend für die Passionszeit“, sagt Pfarrer Wilfried Ranft. Er begrüßt weitere Konzerte dieser Art auch in Zukunft

 
 

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