Silvesterfeier mit der Familie war durch Putschversuch gefährdet

Moringaöfen zum Trocknen.
Moringaöfen zum Trocknen.
Foto: Ketteler
Bis morgens um sechs Uhr begrüßte der Hattinger das neue Jahr mit afrikanischen Freunden gemeinsam

Hattingen..  Die Silvesterfeier in Gambia mit Frau und Tochter stand für Matthias Ketteler auf der Kippe. Der Grund: der Putschversuch gegen Staatschef Yahya Jammeh.

„Am Dienstag ereignete sich ein Putschversuch in Gambia, der jedoch von Regierungseinheiten erfolgreich bekämpft wurde“, so Ketteler. Die Informationslage am nachfolgenden Mittwoch sei jedoch ausgesprochen widersprüchlich gewesen. „Es war noch nicht klar, ob ich die Rückreise in unser Büro in der Nähe der Hauptstadt antreten konnte, um dort mit meiner Familie Silvester zu feiern. Letztendlich hat sich die Lage jedoch wieder bis zur Normalität entspannt.“ Daher konnte er mit vielen afrikanischen Freunden bis zum Neujahrsmorgen um sechs Uhr, „das ist sieben Uhr deutscher Zeit“, den Beginn des neuen Jahres feiern - mit viel Tanz und guter Stimmung. Telefonische Verbindung nach Deutschland zu bekommen, gestaltete sich für Ketteler schwierig. „Das Netz ist aufgrund des Feiertages überlastet. Gleiches gilt für das Internet.“

Der Weihnachts-/Silvesteraufenthalt für Gambia ist für Ketteler ein Erfolg: „Vom vergangenen Dienstag bis mittags am 31. Dezember war ich im Projekt, wir haben uns dort vorwiegend mit der Produktion von Moringapulver beschäftigt.“ Das liege in Jahaly auf Aluminium-Moskitonetzen in den Öfen zum Trocknen, werde dann in Mörsern gestampft.

Auch ein Weihnachtsbaum fehlte in Gambia nicht: „Aber dort werden eher Palmen geschmückt. Und an Weihnachten noch schwimmen zu gehen, hat doch auch etwas.“

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