Schwere Zeiten für Regina van Dinther

Hattingen..  Die Landtagspräsidentin hat noch keinen Sitz im Landesparlament, ist aber erste Nachrückerin der CDU.

Sie hat in Hattingen knapp acht Prozentpunkte eingebüßt, rund sieben im Wahlkreis. Regina van Dinther ist nach dem großen Jubel über den CDU-Wahlerfolg 2005 wieder da gelandet, wo sie vorher stand: bei 30 Prozent. Wie vielerorts hat auch die Hattinger Christdemokratin knapp ein Viertel ihrer Wähler verloren. Schlimmer noch: Zurzeit ist die amtierende Landtagspräsidentin sogar ihren Sitz im Düsseldorfer Parlament los. Wegen des schlechten Wahlergebnisses zieht bei der CDU kein einziger Listenplatz.

Dort ist van Dinther zwar an der aussichtsreichen Position drei notiert und hat den Vorteil, dass Nummer eins (Jürgen Rüttgers im Rhein-Erft-Kreis I) und Nummer zwei (Eckhard Uhlenberg in Soest I) ihre Wahlkreise direkt gewannen. Nur: Einer der 67 CDU-Abgeordneten müsste sein Mandat noch zurückziehen, damit die 51-jährige Hattingerin nach 20 Jahren im Landtag bleibt.

Zwar war van Dinther auch 2005 zunächst leer ausgegangen, damals aber noch in der Wahlnacht sicher, dass es klappt mit dem Nachrücken. Seinerzeit hatte die CDU allerdings frisch die Macht erobert – und viele Posten neu zu vergeben. Das sieht 2010 völlig anders aus. Entscheidungen werden wohl erst in den nächsten Tagen fallen.

Regina van Dinther ist am Montagmorgen zur Sitzung des CDU-Bundespräsidiums nach Berlin geflogen, wurde am späten Nachmittag in Düsseldorf zur Landesvorstandssitzung zurückerwartet. Neben den politischen Problemen hat die Landtagspräsidentin große private Sorgen. Ihr Mann ist schwer erkrankt.

 
 

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